Auf der anderen Seite ist das Gras immer grüner

Gerne hätte ich Euch jetzt hier mit fertigen Sachen beglückt – mit einem fertigen Baumhaus, mit fertigen Beeten und einem gut gefüllten Vorratskeller.

Aber es ist ja immer so: Irgendwas ist immer, das einen von der Gartenarbeit abhält. Zum Beispiel Arbeit, Herbstgrippe, Termine oder auch Kindergeburtstage. Die im eigenem Garten natürlich mehr Spaß bringen als angespannt in der Mietwohnung darauf zu warten, dass jemand von unten mit dem Besen an die Decke kloppt. Jedenfalls wissen wir jetzt, dass der Rasen wilde Fußballturniere aushält und das Baumhaus auch zehn aufgedrehte Kinder gleichzeitig ziemlich gut bewältigen kann. Vorsorglich haben wir über der Rutsche, im Fenster zum Hof und über dem Aufstieg aber noch Sicherungen angebracht. Und der Auffangbambus im unteren Rutschenauslauf hat auch nur Vorteile – man fällt weicher.

Regenschutz, farbiger Anstrich und Inneneinrichtung hingegen wurde bislang noch vernachlässigt und warten auf einen Zeitslot.

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Dem Rasen gehts prima und die diversen Freihanddüngeaktionen und sogar meine Kellerregal-Entschimmelungsaktion mittels Essigessenz hat er prima weggesteckt. Allerdings: An dem Tag, als der Rasen im Frühjahr gesät wurde, war es sehr, sehr windig. Sehr windig. Aber Horst und seine Freunde wollten fertigwerden und streuten also großzügig Rasensamen. Was dazu führte, dass er die zuvor sehr sorgfältig festgespeisten Kantsteine ignorierte und unbeschwert auf die andere Seite Richtung Hecke rübermachte. Anfangs haben wir die kleinen Grasemporkömmlinge ignoriert, dann milde belächelt, anschließend mahnend angeschaut und schließlich verwünscht. Denn jenseits, wo sie nicht sein sollen, haben sie sich nun prächtig unter die anderen Gräser und den zarten Salbei gemischt und denen das Leben schwergemacht:

hecke_herbst

Dafür hat der ohnehin zur Trockenheit neigende Bereich an der anderen Seite des Kantsteins gelitten, also da, wo Rasen sein soll, so dass wir da kürzlich nochmal eingegriffen und nachgesät haben.

rasenkante

Wenigstens geizt die Hecke nicht mit Herbstleuchten und zeigt sich in den wildesten Gelbtönen. Auch schön. Wobei die Nachbarn alle noch wesentlich mehr grün an der Hecke ihr eigen nennen können. Naja.

Übrigens Tomaten haben wir dieses Jahr auch gepflanzt, darüber habe ich bislang aber den Mantel des Schweigens gehüllt, auch weil hier an anderer Stelle Thorsten und Kollegen zuverlässig wie immer ganz famose Ergebnisse abgeliefert haben. Äh, jedenfalls waren unsere Tomatenpflanzen zu eng gesetzt und hatte auch nicht das nötige Licht. Deshalb haben es nur etwa zehn Exemplare auf den Teller geschafft, und das wegen urlaubsbedingter Abwesenheit auch noch auf den von Schwiegers.

Und den Rest der Tomaten haben die Schnecken gefressen und das war dann auch doof. Immerhin sind die Restpflanzen sie jetzt immernoch grün und wagen es nicht zu welken. Und ich wage es nicht, sie zu entwurzeln. Win-win.

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Der Lavendel und das Ziergras blühen schon seit Monaten und wenn man bedenkt, wie klein beide angefangen haben, ist das doch ein ganz schöner Anblick.

lavendel

Wir nähern uns jetzt jedenfalls mit großen Schritten der Winterzeit, aber da kann man ja auch mal ein paar grobe Aufgaben angehen. Rasen mit dem Spaten ausgraben zum Beispiel. Oder Dachpappe festnageln. Oder planen, welche kulinarischen Aufzuchtexperimente im Bereich Obst und Gemüse im nächsten Jahr hier stattfinden sollen. Zeit ist ja jetzt, der nächste Kindergeburtstag ist erst im Frühsommer.

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