Auberginenkinder

Achtung, ein Geständnis: Auberginen.

Zu Auberginen habe ich trotz (oder wegen) vieler Probierversuche ein sehr angespanntes Verhältnis. Ähnlich wie zu Rosenkohl.

Denn, mal ehrlich: Auberginen schmecken in jedweder Verarbeitung unschön – aus dem Ofen, auf dem Grill, immer. Manchmal tarnen sie sich als Paste, dann heißt es: „Probier doch mal! Schmeckt auch gar nicht nach Aubergine.“ Doch! Aubergine schmeckt immer nach Aubergine, und das ist das Problem (Pia sieht das anders).

Nichtsdestotrotz habe ich Auberginen im Garten. Es war ein inniger Wunsch meiner Freundin A aus M, ihres Zeichens Torfrau a.D. Sie schenkte mir 2011 meine erste Tomatenpflanze und brachte mich so dazu, mehr als nur Blumen anzupflanzen. Aus Dankbarkeit pflanze ich nun Auberginen für sie an.

Ungeachtet dessen, dass ich Auberginen nicht mag, hege und pflege ich die Pflänzchen. Allein schon aus Achtung vor dem lLeben. Die Pflanzen können ja nichts dafür, dass sie Auberginen und keine leckeren, sagen wir, Gurken sind.

Bislang lebten sie in einem Mini-Gewächshaus auf meiner Wohnzimmerfensterbank. Dem sind sie entwachsen. Am Wochenende habe ich sie vereinzelt und in Töpfe gepflanzt.

Auberginenpflanzen im Topf

Eigentlich müssten sie jetzt in einem größeren Gewächshaus wohnen. Das sagen alle im Internet verfügbaren Ratschläge. Nur: Das Gewächshaus sieht immer noch so aus (In den kommenden Wochen geht es dort zwar weiter, bis zur Fertigstellung dauert es aber noch).

Also müssen die Auberginenkinder die Zähne zusammenbeißen.

In den kommenden Tagen dürfe es Ihnen immerhin warm genug sein – auch ohne Gewächshaus. 38 Grad dürften jede Aubergine glücklich machen.

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