Fundstückchen: gartenumbau

Yeah, der Gartenumbau ist fertig!

Am Freitag hat der Lehmbauer den Fugenmörtel in die Wege und die Terrasse eingefegt und danach sein Werkzeug zusammengeräumt. Der Garten ist fertig! Yeah!

Gartenpanorama: Fertiger Gartenumbau

Zur Erinnerung, weil der Vergleich ja besonders schön ist: So sah es vorher aus.

Im Nachhinein war es eine sehr gute Entscheidung, die Mauern, Wege und den Terrassenumbau in einem Abwasch machen zu lassen. Ursprünglich war geplant, nur die Mauern vor dem Gewächshaus anlegen zu lassen und alles andere später zu machen. Doch der Lehmbauer hatte zu viele gute Ideen.

Blick von der Terrasse auf das Gewächshaus

Ich bin froh, dass ich während des Baus so viele Fotos gemacht habe. Ich vergesse immer so schnell, wie es vor und während des Baus war. So sah sie Terrasse während des Umbaus aus.

Der Lehmbauer ist ökologisch orientiert und baut sehr naturnah. Er hat viele Materialien wiederverwendet: Auf den Steinen der vorhandenen Betonmauern und auf dem Schutt der abgerissenen Glaswand hat er die Terrasse errichtet.

Alte Steine, die wir noch hatten, hat er in der Mitte durchgebrochen. Mit der Bruchkante nach außen stützen sie ein Beet neben der Terrasse und die Kräuterspirale.

Upcycling nennt man das wohl:

Beet an der Terrasse - Bruchkanten von Steinen

Am Wochenende habe ich ein paar Dickblattgewächs in die Mauern gesetzt: Hauswurz (Sempervivum) und Fetthennen (Sedum). Beides ist winterhart.

Hauswurz

Hier noch ein paar Eindrücke:

Fertig_Natursteinmauern_Gewaechshaus

Kräuterschnecke

Neben dem Haus ist noch ein Stück Garten. Dort führt der Weg zu einem kleinen Tor. Außerdem stehen dort der Kompost und eine Blechhütte, in der ich Gartengerät lagere.

Die graue Linie aus Kopfsteinen begleitet den Weg durch den Garten und mündet in der Spirale auf der Terrasse.

Geschwungener Weg zum Gartentor

Ich würde übrigens gerne noch das Garagendach, das auf dem Bild zu sehen ist, begrünen. Das ist gut fürs Dach, fürs Stadtklima und macht vor allem optisch mehr her als Teerpappe.

Es gibt immer was zu tun.

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Gartenumbau, Teil V: Die Planung

Bald geht’s los.

Der vergangene Herbst stand im Zeichen des Abrisses: Die Hütte des Grauens kam weg, acht Kubikmeter überschüssige Gesträuch landeten im Grüncontainer,  die große Bodenfräse hatte ihren Einsatz. Seither liegt der Acker brach.

Gartenpanorama

Der Garten von der Terrasse aus

Das kommende Frühjahr wird der Frühling des Wiederaufbaus. Seit die ersten Schneeglöckchen aus der Erde gucken, kann ich kaum erwarten, dass es losgeht.

Folgendes soll passieren:

  • An den Rasen schließt sich derzeit ein brauner Erdhügel an. Um das Gefälle auszugleichen, kommt eine kleine Natursteinmauer in den Garten – ungefähr dort, wo der Rasen in den Hügel übergeht.
  • Der alte, marode und völlig zugewachsene Zaun ist Geschichte. Ein Staketenzaun bildet zukünftig die Grenze zum Nachbarn – mit einem Tor. Denn mit den Nachbarn verstehe ich mich gut, und so ist es einfacher, wenn man mal von hier nach dort gehen möchte oder den Besuchskindern ein Ball rüberfliegt.
  • Auf dem Hügel soll ein Gewächshaus stehen – als neues Zuhause für die Thorstomaten.
  • Daneben: weitere (Hoch-)Beete und eine Bank zum Draufsetzen.
  • Am Fuße des Hügels befinden sich zwei Teichbecken – Relikte der Vorbesitzer. Mal schauen, wie ich sie schöner gestalten kann.
  • Die Beete bekommen eine Beetbegrenzung.
  • Wo jetzt olle Beton-Pflanzkübel den Höhenunterschied zum Rasen ausgleichen, soll unterhalb des Kirschbaums eine Natursteinmauer entstehen. Ganz rechts soll es außerdem einen direkten Aufgang zu Beet und Gewächshaus geben – für den schnellen Weg zu Kompost und Geräteschuppen (außerhalb des rechten Bildrands).
  • Alle Wege bekommen ein Kopfsteinpflaster.

So soll es aussehen:

Gartenskizze

Professionelle Planungsskizze

Derzeit hole ich Angebote von Garten- und Landschaftsbauern ein – für die Natursteinmauer und die Wege. Der Mitbewohner und ich, wir trauen uns zwar zu, das selbst zu machen. Aber es ist eine Frage von Zeit und Logistik: Der Garten hat keine Zuwegung, die Steine müssen allesamt reingeschleppt werden. Der Bau des Gewächshauses wird außerdem schon genug Wochenenden verschlingen.

Opferhügel

Links soll es hin – zwischen die Regentonne und den Kompost des Nachbarn.

Das Gewächshaus bauen wir aus alten Holzfenster. Die Fenster befinden sich noch in einem Haus von Freunden. Demnächst kommt dort der Fensterbauer, baut sie aus und setzt neue ein.

Für Leute mit Fantasie – Dach und Tür des Gewächshauses:

Fenster

Das zukünftige Gewächshaus in seiner natürlichen Umgebung

Der Plan ist, ein Fundament zu gießen, von dort aus ein wenig aufzumauern und dann ein Holzgerüst zu bauen, in das wir die Fenster einsetzen. In etwa so.

Es gibt demnächst also jede Menge Stoff für das Gärtnerinnenblog.

Rückblick: Teil I: Die Hütte des GrauensTeil II: RIP, Hütte des GrauensTeil III: Das WorkoutTeil IV: Der Acker ist gepflügt

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Gartenumbau, Teil IV – Der Acker ist gepflügt

Ich habe Körper. Himmelarschundzwirn, tun mir die Arme weh. Und die Beine. Und der Rücken. Eigentlich alles. Nur vielleicht die Ohren nicht.

Stillleben mit Axt und Fräse

Wo standen wir vor dem Wochenende? Die Hütte des Grauens ist abgerissen. Der modrige Gartenzaun ist weg. Büsche, Stauden und Bodendecker sind gerodet.

Die Herausforderung: Nun müssen die Wurzeln aus dem Boden. Denn der oberflächliche Bewuchs ist zwar verschwunden, nicht aber der in der Erde. Dort wachsen immer noch Efeu, Stauden und Immergrün und warten nur darauf, neue Triebe zu bilden.

Vergangene Woche hatte ich begonnen, den Boden mit dem Spaten umzugraben. Das Ergebnis: vier Stunden Arbeit, gerade mal ein Bruchteil des Gartens geschafft und mörderischer Muskelkater.

Die Lösung: Wir mieten eine Gartenfräse.

Die Bodenfräse vom Führerstand aus

Die technischen Daten: Profi-Bodenfräse – hydraulischer Antrieb, 230 Kilo Kampfgewicht, 4-Takt-Motor, 13 PS Leistung, 40 Zentimeter Fräswellendurchmesser, 20 Zentimeter Arbeitstiefe.

Meine Erwartungen: Die Fräse durchpflügt die Erde, holt das Unterste nach oben, reißt Wurzelwerk heraus und bereitet den Boden so vor, dass ich nur noch hintergehen und das überflüssige Gekröse einsammeln muss.

Die Praxis: Alles soweit wie erwartet, nur die Sache mit „nur noch einsammeln“ war – nun ja. Ich sag’s mal so: Für die nächsten sechs Tage brauche ich sicher nicht mehr ins Fitness-Studio. Ich musste noch ordentlich harken und hacken, besonders dort, wo das Efeu ursprünglich eingepflanzt war und auch noch Nadelbäume standen. Oder an der Stelle, wo sich Wasserlilien unkontrolliert vermehrt und tiefer in der Erde ein dickes Wurzelgeflecht gebildet hatten.

Ach so: Einige, äh, Kieselsteine haben wir auch gefunden.

Findlinge gefunden

Nachdem wir eine Stunde zugange waren, also etwa um 9 Uhr am Samstagmorgen, winkte der Nachbar aus seinem Dachfenster und meinte, er sei jetzt auch wach. Ich winkte freundlich zurück. Er fragte, ob er runterkommen und helfen solle, das sehe ja alles nach ordentlich Arbeit aus.

Aber natürlich! Gegen Schlafstörungen hilft schließlich nichts besser, als sich ordentlich an frischer Luft auszupowern. Er durfte deshalb Bodensteine mit der Spitzhacke aufnehmen. Sein Werk soll in Form dieses Bildes ausdrücklich gewürdigt werden:

Aufgenommene Steine

Ich habe am Ende des Tages übrigens auch gut geschlafen: von 11 Uhr am Abend bis 11 Uhr am Morgen. Oder Mittag, wie man’s nimmt. Inklusive Zeitumstellung – also 13 Stunden. Trotzdem tut mir immer noch alles weh.

Doch das Gefühl, den Abriss endlich vollbracht zu haben, entschädigt.

Panoramablick in den Garten

Nun kann ich anfangen, Neues aufzubauen. Freuen Sie sich auf die nächsten Themen hier: Gewächshaus, Natursteinmauer, Beetbegrenzungen.

Aber erstmal gehe ich zurück aufs Sofa.

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Gartenumbau, Teil III – Das Workout

Gartenumbau - Teil 3

Am Wochenende stand sie an: die große Rodung.

Nachdem Vatta und der Mitbewohner die Hütte des Grauens weggerissen und entsorgt hatten, nachdem der Gartenzaun niedergerungen, ein Container bestellt und das Werkzeug vorbereitet war, ging es los: Büsche schneiden, Bäume schneiden, Efeu und Immergrün rausziehen, Erde umgraben.

Gummistiefelchic

Weil es in den Tagen zuvor durchgehend geregnet hatte, kam es zu einem Revival: Nach ungefähr zwanzig Jahren hatte ich zum ersten Mal wieder Gummistiefel an. Geliehene und daher zu große vom Herrn Vater, aber sie erfüllten ihren Zweck. Überdies verliehen sie mir das nötige gärtnerische Sexappeal.

So sieht es nun aus:

Gartenumbau - Teil 3

Den rechten Hügel – hinter dem kleinen Kirschbaum – habe ich mit dem Spaten umgegraben. Sage und schreibe vier Stunden habe ich dazu gebraucht, um Stauden und Immergrün zu entfernen, die Erde umzuheben und alles Wurzelwerk zu entfernen. Wer das nun sieht, fragt sich, warum das so lange gedauert hat und ob ich die Hälfte der Zeit Kaffee getrunken habe. Aber ich sag‘ Ihnen: Das war ein krachendes Ganzkörper-Workout.

Hier zum Vergleich nochmal, wie es vorher aussah:

Die Gartenhütte des Grauens mit Bewuchs des Grauens

Den linken Hügel werden wir deshalb am kommenden Wochenende mit einer Bodenfräse bearbeiten – in der Hoffnung, dass es leichter und schneller als mit dem Spaten geht. Sie dürfen sich also schonmal auf einen – //*Tim-Taylor-Grunzen – Werkzeugbeitrag freuen.

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Gartenumbau, Teil II – RIP, Hütte des Grauens

Nun ist sie weg, die Hütte.

Von einer Hütte des Grauens wurde sie zwischenzeitlich zu einem Haufen des Grauens.

Die Gartenhütte - nur noch ein Haufen Holz

Nicht im Bild: ein zweiter, ebenso großer Haufen mit Styropor.

Beide Haufen sind inzwischen fort: Sie ruhen auf dem Recyclinghof. Nach acht Anfahrten mit vollem Anhänger hat der Mitbewohner dort die goldene Clubkarte und darf im Dezember an der Weihnachtsfeier teilnehmen.

Wo die Hütte einst stand, ist nun plattgetretene Erde:

Die Gartenhütte ist weg

Die nicht ganz so zauberhafte Verlattung müssen wir leider stehen lassen. Dahinter befindet sich das Grundstück des Nachbarn, das höher liegt als unseres. Wenn wir dort jetzt rangehen, öffnen wir ein Riesenfass und können ungefähr 2020 mit der Neugestaltung des Gartens beginnen. Wahrscheinlich werde ich die Abgrenzung im Frühjahr ein wenig verschönern. Wenn erstmal ein Gewächshaus davor steht und Pflanzen dort wachsen, wird es ohnehin halb so wild.

Nun geht es ans Gestrüpp. Für morgen ist ein 10m³-Grüncontainer bestellt – für all das Gekröse, das auf dem Bild zu sehen ist. Und für den Rest des Gartens: Auch dort müssen wir wieder einmal ordentlich durchroden.

Mehr demnächst.

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Gartenumbau, Teil I: Die Hütte des Grauens

Die Gartenhütte des Grauens mit Bewuchs des Grauens

Ich nenne sie liebevoll „Meine Elbphilharmonie“.

Besucher lieben die Hütte, nennen sie „romantisch“ und „verwunschen“ und verfallen ins Schwärmen, wenn sie sie zum ersten Mal sehen. Wie hübsch! So gemütlich! Beim näheren Hinsehen ist das Ding allerdings ein funktionsloser Haufen Plaste, Styropor und Teerpappe. Wobei „funktionslos“ nicht ganz stimmt: Es gibt in der Hütte Strom, Licht und eine Ventilatorenbelüftung.

Sie stammt noch von den beiden Vorbesitzern. Möglicherweise hat er in dem Ding gewohnt, wenn sie ihm auf die Nerven ging. Oder er hat Orchideen darin gezüchtet. Oder Fledermäuse. Oder Cannabis.

Wie auch immer: Die Elbphilharmonie muss weg. Seit einem Jahr schon. Aber so eine Hütte prokrastiniert sich halt prima durch den Frühling. Und den Sommer.

Aber nun ist Herbst, und es ist soweit: Der Mitbewohner hat Urlaub, Vatta hat auch Zeit, und die beiden entsorgen das Ding. Ebenso das ganze Kraut, das drumherum wächst: Unmengen an Stauden, Bodendeckern und wuchernden Brombeersträuchern. Und wenn sie grad dabei sind, reißen sie auch den klapprigen Zaun, der unter dem Kraut vergraben steht, ein. Außerdem nehmen sie die Steinplatten auf, die unter dem Moos liegen. (Ich habe dieses Jahr leider keine Urlaubstage mehr zur Verfügung. Zu schade.)

Und dann? Auf jeden Fall soll im Frühjahr ein Gewächshaus in die Ecke. Und vielleicht ein Bauerngarten drumherum.

Haben Sie Ideen? Ich bin offen für alles. Besonders für alles, was nicht direkt wieder zum Urwald wird.

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Rasenjahr 2017: Weg mit Klee und Moos – jetzt ist der Rasen dran! [Bezahlter Produkttest]

Mein Rasen ist grün und dicht – wenn man ihn aus der Ferne anschaut. Geht man näher heran, sieht man das:

Vorher: Der Rasen voller Klee und ... Zeugs

Vorher: Der Rasen voller Klee und … Zeugs

Nach dem großen Gartenumbau 2015, dem Bau des Gewächshauses und der Neubepflanzung des Gartens 2016 sind die groben Arbeiten abgeschlossen. Kommen kommen die Schönheitsoperationen dran. Zum Beispiel am Rasen.

Meine Gartenphilosophie ist: naturnah und gleichzeitig gepflegt. Bezogen auf den Rasen heißt das: Es darf ruhig rustikal sein, es muss kein englischer Rasen sein. Ich krieche nicht mit der Nagelschere übers Gras. Doch was zu viel ist, ist zu viel: Mein Rasen besteht an manchen Stellen nur aus Klee, Moos, Löwenzahn und Gänseblümchen. Wobei: Gänseblümchen finde ich schön. Wenn halt noch etwas Gras zu sehen ist.

Die Lösung: vertikutieren. Der Zeitpunkt jetzt, im April, ist dazu super geeignet.

Was passiert beim Vertikutieren?

Beim Vertikutieren ritzt ein rotierendes Messer die Grasnarbe der Rasenfläche an. Moos und Unkraut werden herausgezogen. Das Anritzen trägt zur Belüftung des Rasens bei und regt ihn so zum Wachsen an.

Mein Schwiegervater besitzt einen Vertikutierer – und freut sich, wenn er ihn uns leihen kann. Kaffee und Kuchen gibt’s beim Abholen gratis dazu.

Was ist der Unterschied zum Lüften?

Beim Lüften besteht die Rolle nicht aus Messern, sondern aus nadelartigen Zinken, die den Boden nicht einschneiden, sondern den Rasen lediglich ausbürsten. Das hilft vor allem gegen Moos.

Der Vertikutierer ist so groß wie ein Rasenmäher und passt in einen durchschnittlichen Kofferraum. Es gibt ihn in Elektro und als Benzinvariante. Der Schwiegervater hat einen Elektrogerät. Das reicht in unserem Fall aus. Leiht man sich einen Vertikutierer beim Geräteverleih, kostet das zwischen 20 Euro (für vier Stunden) und 40 Euro (für den ganzen Tag).

Schritt 1: Rasen mähen

Um den Rasen zu vertikutieren, sollte er nicht zu lang sein. Vor zwei Wochen habe ich den Rasen das erste Mal gemäht. Jetzt folgt der zweite Schnitt. Ideal für ein gutes Ergebnis!

Schritt 1: Rasen mähen

Schritt 1: Rasen mähen

Wir mähen also wie gewohnt den Rasen. Idealerweise sollte er vorher einmal gedüngt sein. Das haben wir verpasst. Ich bin aber sicher, dass die Neusaat auch so gut wachsen wird.

Schritt 2: Werkzeug richten und los!

Wir bauen zunächst das richtige Werkzeug in den elektrischen Vertikutierer: das Vertikutiermesser. Danach fährt der Mitbewohner mit dem Gerät über den Rasen: erst längs, denn quer.

Rasen mit dem elektrischen Kultivator vertikutieren

Schritt 2: Das Lüftungsmesser raus, das Vertikutiermesser (im Karton) rein – und dann los!

Zwei Runden waren bei uns dringend nötig, denn nach dem ersten Durchgang meinte der Mitbewohner: „Jetzt ist alles Gras weg und das Unkraut noch da.“ Nach dem zweiten Mal vertikutieren war aber auch ein Großteil des Klees draußen.

Der Kompost war danach jedenfalls proppenvoll: Wir holten mehr als drei große Säcke Grünzeug aus dem Rasen. Tipp deshalb: genug Platz bereit halten. Oder eine Fahrt zum Grüncontainer einplanen.

Schritt 3: Säen

Anfang des Jahres hat die Baumarktkette toom mich gefragt, ob ich ihre neue Produktlinie für den Rasen testen wolle. toom bietet mit seinem Rasenkonzept alles von der Rasenerde und verschiedenen Rasensaaten bis hin zu Dünger, Sand und Kalk. Ich habe zugesagt.

Am Wochenende startete ich mit der Saat. Weil ich schon einen Rasen habe, den ich nur bearbeite, nehme ich den toom-Vertikutiermix. Außerdem teste ich den Schattenrasen. Denn der Teil meines Rasens, der neben der Terrasse liegt, hat dauerhaft Schatten. Ich bin gespannt, was „Der Genügsame“, wie der Schattenrasen heißt, dort reißen kann. Die Durchsetzungskraft seiner Vorgänger war nämlich überschaubar.

Schritt 3: Neuen Rasen einsäen

Schritt 3: Neuen Rasen einsäen

Im Vertikutiermix sind Starterdünger und Algenkalk enthalten, so dass ich beim ersten Einsäen nicht extra düngen muss. Das empfinde ich als praktisch.

toom hat eine Streuhilfe mitgeliefert, die wir ebenfalls testen. Denn wirft man den Samen mit der Hand auf den Rasen, ist er nicht gleichmäßig verteilt. Das war vor zwei Jahren, bei meinem letzten Versuch, einen schönen Rasen zu haben, so. Ich hatte dann puschelige, grüne Inselchen – und dazwischen Ackerfläche.

O-Ton des Mitbewohners zur Streuhilfe: „Reicht vollkommen. Da brauchste keinen Streuwagen.“ Allerdings ist das Herausnehmen der Streuöffnung zum Ein- und Nachfüllen ein bisschen fummelig.

Schritt 4: Rasensand streuen und Rasen wässen

Zuletzt geben wir (auch mit der Streuhilfe) Sand auf den Rasen. Der Sand lockert den verdichteten Boden und macht ihn luftdurchlässiger.

Rasensand streuen

Schritt 4: Rasensand streuen und den Rasen wässern

Die Tüte mit den Rasensand ist ziemlich schwer. Hier wären kleinere Portionen beim Einfüllen einfacher zu handhaben. Insgesamt ist das Einsäen aber sehr einfach und das Streuen perfekt: Mit der Hilfe lassen sich in sehr kurzer Zeit große Mengen verteilen. Die ganze Aktion, einschließlich Rasen mähen und vertikutieren, geht erstaunlich schnell: Nach zwei Stunden sind wir fertig. Sie war auch nicht sonderlich beschwerlich. Ich hatte mit mehr Aufwand gerechnet.

Zum Schluss muss  der Rasen gewässert werden. Das haben wir direkt nach dem Säen gemacht. Der Regen der vergangenen Tage hat den Rest erledigt.

Rasen nach dem Vertikutieren: ein Acker

Rasen nach dem Vertikutieren: ein Acker, frisch eingesät

So geht’s weiter:

Erstmal muss der Rasen jetzt wachsen. Ob das gut klappt, werde ich in den nächsten Wochen berichten. Außerdem werde ich Dünger und Rasenkur testen.

Offenlegung: Beim „Rasenjahr 2017“ handelt es sich um einen bezahlten Produkttest. 

Der Garten Anfang April: Pfirsich, Kirsche und Blühendes im Steingarten

In den vergangenen vier Wochen ist der Garten buchstäblich explodiert: von Null auf Hundert in 28 Tagen. Hätte ich jeden Tag ein Foto gemacht, könnte ich ein Zeitraffervideo daraus basteln.

Gartenpanorama am 1. April

Am vergangenen Wochenende musste ich deshalb auch das erste Mal Rasen mähen: Das Gestrüpp wuchs einfach zu hoch.

Das Gemüse ist bereits eingepflanzt und eingesät. In den Töpfen auf der Terrasse und auf dem Balkon stehen Reste aus dem Winter, kombiniert mit Hornveilchen. Sie vertragen zur Not noch etwas Kälte. Das Zitronenbäumchen scheint auch über den Winter gekommen zu sein: Es ist etwas blässlich, aber sonst gut dabei.

Der Kirschbaum steht in voller Blüte. Die Bienen und Hummeln summen und brummen.

Blühender Kirschbaum

Gerade morgens bei Sonnenschein ist das alles sehr hübsch anzusehen (Instagram).

Vor dem Gewächshaus schlagen auch die Apfelbaumspaliere aus, und die ersten Blüten zeigen sich. Ich kann täglich zuschauen, wie sie sich verändern:

Apfelbaum: Die Blüte Anfang April

Im vergangenen Jahr habe ich im Schlussverkauf des Baumarkts einen kleinen Pfirsichbaum erstanden. Er wuchs sehr zuückhaltend, verlor bald seine Blüten und auch die meisten seiner Blätter.

Ich habe ihn erstmal im Garten belassen. Denn manchmal brauchen gerade größere Pflanzen und Gehölze ja eine Saison, um anzukommen.

Jetzt blüht der kleine Zwerg mit allem, was er hat – was nicht viel ist, aber immerhin:

Der Pfirsichbaum blüht

Im restlichen Garten blühen die Frühlingsblumen: Osterglocken, die ersten Tulpen, Hyazinthen und Gänsekresse.

Steingarten Anfang April

Besonders mag ich die sternförmigen Wildtupen, deren Bild ich schon auf Instagram gepostet habe.

In den beiden Teigwannen, die wir im Garten haben (Relikte von den Vorbesitzern), kommen die ersten Schwertlilien. Die Sumpfdotterblume blüht:

Schwertlilien und Sumpfdotterblume

Die Schwertlilien sind, wenn sie blühen, sehr schön. Danach sind sie nur noch grün.

Abgesehen davon haben sie sich auf wundersame Weise im gesamten Garten ausgebreitet. Sie tauchen überall auf! Ihre Rizome durchziehen unterirdisch Teile der Beete und sogar des Rasens und sind nur sehr schwer auszubuddeln. Falls Sie also erwägen, sich Schwertlilien anzuschaffen: Wägen Sie gut ab.

Wenn ich mir überlege, wie das hier früher mal ausgesehen hat

 

Die Dortmunder Gartenpläne für 2017

Schild mit Aufschrift "Salat" im gefrorenen Beet

Der Garten liegt noch in tiefen Schlummer. Aber die Gartenpläne für 2017 reifen schon.

Spektakuläre Bauarbeiten stehen nicht an. Dafür viele kleine Verbesserungen:

  • Den Rasen wieder zu Rasen machen. Ein bisschen Klee stört mich ja nicht. Gänseblümchen finde ich auch super. Aber die Grashalme zwischen Klee, Moos, Löwenzahn und Gänseblümchen kann ich aktuell wirklich zählen. Da wird etwas passieren: vertikutieren, einsäen, das ganze Programm.
  • Gewächshaus abdichten. Es regnet immer noch rein, die Fenster im Dach sind nicht dicht. Wir werden das Dach erneuern: Fenster raus, Holz runter und Kunststoff drauf. Dann haben die Thorstis auch nochmal etwas mehr Licht.
  • Kartoffeln anbauen. Vatta fordert seit eineinhalb Jahren vehement Kartoffeln ein. In 2016 habe ich ihm seinen Wunsch nicht erfüllt, dieses Jahr führt kein Weg mehr daran vorbei, sonst ist der Familienfrieden arg gefährdet.
  • Bepflanzung weiter optimieren. Nach dem Gartenumbau habe ich in 2016 viele Pflanzen gesetzt – 90 Prozent Stauden und Winterhartes, Rosen, Lavendel, Hortensie, Gräser, Bleibendes halt. Ich bin gespannt, was in 2017 tatsächlich wiederkommt und wie es sich macht. Oft ist es ja so, dass das Pflanzjahr ausbaufähig ist und die Blümkes im zweiten Jahr richtig loslegen. Ich werde mir das im Frühsommer anschauen und dann noch ein paar schöne Pflanzen dazukaufen.
  • Keine Tomaten einsäen. Sondern als Pflanzen kaufen. In 2016 war ich mit den Thorstens deutlich zu spät dran: Eingesät erst im April, haben sie lange gebraucht, um heranzureifen. Der kühle Frühsommer tat sein Übriges. Das Tomatenjahr war insgesamt schlecht. Mal schauen, ob ich mit Pflanzen besser fahre. Ich werde dazu eine Gärtnerei besuchen, die verschiedene alte Sorten züchtet.

Granit, Gabionen und Steinzäune: Die Arbeit mit Steinen im Garten

Sie erinnern sich? Vor etwa einem Jahr hat mein großer Gartenumbau begonnen: Der Gartenbauer kam, hat Struktur in den Garten mit seinen Hügeln und Flächen reingebracht, hat jede Menge Natursteine rangeschafft, Mauern gezogen und eine Terrasse gepflastert. Mittlerweile wächst Moos zwischen den Steinen, das erste Efeu rankt, die Dickblattgewächse fühlen sich zuhause und vermehren sich.

So einen Gartenumbau kann man auch gut selbst machen. Das hatten wir zunächst auch geplant – letztendlich ist es an der verfügbaren Zeit und der Manpower gescheitert. Fachlich wäre das aber durchaus gegangen, insbesondere mit entsprechender Beratung. Ich kann also allen, die es vorhaben, nur sagen: Habt Mut!

In Recklinghausen gibt es dafür den großen Natursteinhandel Biotopic mit gutem Service. Das Biotopic-Team hilft bei Fragen gerne weiter. Die Natursteine kommen zum Großteil aus den Natursteinbrüchen im Bergischen Land in Wuppertal.

In meinem Garten sind die Natursteinmauern Trockenmauern – ohne eine Kelle Mörtel verlegt und aus reinen Bruchsteinen (Übersicht über Natursteinarten). Der Gartenbauer hat die Eigenheiten des Gartens bei der Planung mit einbezogen: das Gefälle des Gartens, die bestehenden Wege, den Sonnenstand und die Sitzflächen. Auf viele Ideen, zum Beispiel die fließenden Übergänge zwischen Terrasse und den geschwungenen Wegen, wäre ich von alleine nicht gekommen: Schon seltsam, wie sehr die Gedanken bei einer Neuplanung doch noch vom Bestehenden ausgehen.

Die Sitzflächen und Gehwege in meinem Garten sind aus Betonsteinen, die mit Pflasterfugenmörtel verfugt sind. Das ist eine gute Sache, denn so wächst kein Unkraut in den Fugen – kannte ich vorher nicht. Eine Alternative zu Betonsteinen ist ein Granitpflaster – das ist aber nur eine von vielen Ideen.

Übrigens: Bei der Biotopic-Schwesterfirma in Wuppertal bekommen Sie auch spezielle Zuschnitte – zum Beispiel für Küchenarbeitsplatten.

Der Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Biotopic Natursteine.

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