Monatsernte: November 2017

Einmal Luft geholt und schon ist Herbst

Entschuldigt. Echt und aus vollem Herzen. Ich weiß nicht, was in diesem Sommer los war. Als hätte ich im Mai einmal tief Luft geholt und wäre dann von der grundstückseigenen Zeitmaschine direkt in den Herbst geschleudert worden. Volle Kanne offline.

Jedenfalls ist hier alles bestens. Wir Gartenneulinge haben den echten, ersten Sommer mit fertigem Garten sehr gut überstanden. Die Pflanzen waren freundlich zu uns, haben zeitgerecht und wunderbar geblüht und uns sogar die ersten, vorsichtigen Schnittversuche verziehen.

Der Rasen hat während der Sommermonate zweimal eine wohlriechende Kraftdüngung erhalten und tolerierte somit Gäste, Gastkinder, eigene Kinder, Fußballtore, Gartenschlauchexzesse, Stollenschuhe und Grillpartys. Kürzlich wurde er das letzte Mal gemäht und mit Herbstdünger bestreut. Um die hässliche Wassermelonenoptik zu vermeiden, kam hierfür sogar extra ein Düngewagen zum Einsatz. Man lernt nicht aus.
Die Gräser gehen so langsam in die Knie, die lassen wir aber noch ein bisschen vor sich hinentspannnen, bevor sie gekürzt werden.

Auch die Tiere hatten es gut. Auf der Terrasse richteten wir in der Holztruhe beispielsweise versehentlich eine hübsche kleine Mäuseherberge her. Die Truhe ist eigentlich dazu da, die Stuhlkissen zu verwahren. Als wir dahinterkamen, waren die aber schon zerknabbert, weil irgendwann die ebenfalls dort gelagerten Sonnenblumenkerne aus der letzten Vogelhaussaison zur Neige gingen und dann dental schön weitergearbeitet wurde.

Auch Bienen kamen. Da es im Gartenmarkt im Frühjahr eine extra Pflanzenedition gab, die das Prädikat „Bienenfreund“ trug, und wir vor der Buchenhecke noch etwas Platz hatten, wurde hierbei bewusst ganz besonders herzhaft zugeschlagen. Man kann aber auch einfach Lavendel nehmen. Der blüht sogar noch im November.

Für die Vögel wurde jetzt die im Sommer ziemlich vernachlässigte Fressbude hervorgeholt, gesäubert und mit diversen Spezialitäten bestückt. Als erstes quetschte sich dann nur wenige Minuten später ein kräftiger Eichelhäher in das Schwedenkiosk und inhalierte in wenigen Sekunden sämtliche Erdnüsse. Hoffentlich bleibt für die Meisen noch was übrig.

Die restlichen Pflanzen lichten sich, werden gelb, braun, rot und selbst das ist eigentlich ziemlich wunderbar anzuschauen. Längst verloren geglaubtes Spielzeug leuchtet bunt durch den in die Knie gehenden Bambus hindurch und man freut sich natürlich gebührend über jeden Plastikball, der platt und devot auf dem feuchten Laub liegt.

Und jetzt ist endlich mal wieder Zeit zum Durchatmen, draußen den Regen anschauen, hoffentlich auch den Schnee und einen bisweilen mal einen verschmitzten Blick auf die verlauste Zimmerpflanze zu werfen, die jetzt leider draußen ihr Dasein fristen muss.


Ich hoffe, dass die nächste Saison nicht so rasant an uns vorbeizieht und uns etwas mehr  Zeit zum Luftholen oder Genießen lässt.

Rasenjahr 2017: Fazit und finale Düngung

Das Rasenjahr 2017 neigt sich dem Ende entgegen.

In diesem Jahr habe ich vertikutiert und eingesät. Der neue Rasen wuchs und gedieh. Klee und anderes Kraut allerdings auch. Daraufhin habe ich die Unkraut-Hochburg vor der Terrasse freigegrubbert und dort erneut eingesät. Im Sommer habe ich mit toom-Rasenkur nachgelegt – mit Erfolg.

In der vergangenen Woche habe ich zum letzten Mal in 2017 den Rasen geschnitten. Das war nochmal notwendig:

Den letzten Rasenschnitt mache ich immer, wenn ein Großteil der Blätter von den Bäumen ist. Dann brauche ich nicht gesondert harken, sondern sammele das Laub einfach beim Rasenmähen mit auf. Was danach noch an Blättern herunterfällt, bleibt einfach liegen.

Eigentlich sollte ich auch nochmal mit dem Vertikutierer über den Rasen gehen. Dann hat der Rasen im Winter Licht und Luft und kann sich weiterentwickeln. Dazu fehlt mir aber in diesem Jahr die Zeit. Außerdem ist es schon schweinekalt draußen, und es regnet ständig. Die Motivation liegt also bei minus zehn.

Warum er Rasen es dringend nötig hätte? Deshalb:

Der kleine Übeltäter versaut mir alles. Was auch immer es für eine Pflanze ist: Sie ist äußerst hartnäckig. Und sie sitzt so fest in der Erde, dass sie nur schwer rausgeht – mit der Hand und auch mit dem Vertikutierer.

Auf dem großen Bild sieht man, wie viel von dem Zeug im Rasen ist:

Der toom-Rasen an sich ist prima und gut gewachsen. Darüber kann ich nicht meckern. Nur zu dieser Pflanze muss ich mir im neuen Jahr etwas einfallen lassen.

Vor dem Winter werde ich nun noch einmal düngen – mit toom-Bio-Rasendünger. Er enthält viel Kalk, damit der Rasen kräftige Halme entwickelt und robust für den Winter ist.

Was ist eigentlich die Alternative zu Rasen? Ein Pool? Oder eine Gemüseplantage? Bin für Anregungen dankbar.

Offenlegung: Beim „Rasenjahr 2017“ handelt es sich um einen bezahlten Produkttest.

 

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