Monatsernte: Juli 2016

Das Über-Baumwurzel-Baumhaus

Seit Beginn der Gartenplanung beschäftigten wir uns mit dem Problem, die große Baumwurzel der Fichte, die dort einmal stand, in das Gartengesamtkonzept miteinzubeziehen. Man hätte die Wurzel auch brachial herausreißen können, aber irgendwie fehlte uns zu dieser Tat der Mut. Ein bisschen Historie soll dem Ganzen ja auch noch anhaften, also ließen wir diese tolle Wurzel einfach stehen und verfolgten den Plan, dort ein Holzspielbaumhaus zu errichten.

Ringsherum war bereits alles fertig – weil der Spielbereich für die Kinder nämlich genau in diesem Gartenteil angelegt sein sollte, planten wir, alles mit Rindenmulch auszulegen. Super Unfallprävention. Solange man Schuhe anhat und die Anschaffung von Pinzetten zum schnellen Entfernen von kleinen Splittern aus der Fußsohle mal außenvor lässt.

Rindenmulchflaeche

Da hier aber alle Bewohner ab etwa Mai nur noch barfuß unterwegs sind, war der Rindenmulch aufgrund diverser Fußverletzungen irgendwann doch keine Option mehr und wir entschieden uns für eine Kleinanzeige in der Rubrik „zu verschenken“. Drei Kubikmeter Rindenmulch später, auf gefühlt 350 Schubkarren verteilt, waren wir dann auch froh, dass der zackig abgeholt wurde und wir uns drei Kubikmeter Mutterboden liefern lassen konnten, den wir dann allerdings auch wieder an Ort und Stelle karren mussten. Aber wer hat schon etwas gegen ein bisschen Feierabendworkout?

Parallel dazu näherten wir uns vorsichtig unserem monatelang und mit viel Bedacht ausgewählten Pfahlhaus, das inzwischen, natürlich in Einzelteilen, angeliefert wurde. Als die Trägerkonstruktion stand, fiel auf, dass das Ganze ja im Boden auch noch festbetoniert werden musste. Tja, und just an einer Stelle war dafür zuviel Wurzelwerk im Weg, so dass der Mann schließlich beherzt zu Nachbars Säge griff und ein Bein der Konstruktion ein klein wenig kürzte, so dass es direkt auf der Wurzel festgeschraubt werden konnte.

Holz_auf_Wurzel

Alles saß prima und wir verteilten in der Zwischenzeit fleißig Erde auf der freigeräumten Fläche. Natürlich barfuß (ich), was ich bis heute übrigens aus kosmetischer Sicht (Hornhauttattoo) bereue.

Erde_fertig

Am letzten Wochenende war dann wieder einmal Zeit zum Weiterbauen und man kann inzwischen erahnen, wie unser Über-Baumwurzel-Baumhaus einmal aussehen wird. Ganz schön hoch für meine Begriffe, wahrscheinlich muss ich mir auch noch Gedanken um ein Sicherheitskonzept machen. Eine Rettungsrutsche haben wir zumindest schon. Die steht hier an einem kleine Tisch und diente heute schonmal bis zum Regenschauer dazu, Spielzeugautos gezielt und mit viel Schwung direkt in der Bambushecke verschwinden zu lassen.

Rutsche

Angestrichen wird das Haus übrigens auch noch, momentan liegt die Schwedenhausfraktion knapp mit 4:0 vorne.

Das Dach, die Veranda und die Kletterleiter fehlen noch. Hier aber schonmal ein stimmungsvoller Eindruck mit halbfertigem Haus an Abendlicht:

Baumhaus

In Kürze säen wir dann noch Rasen aus, so dass in ein paar Wochen hoffentlich auch im Barfußbereich alles grün ist. In der Zwischenzeit mache ich mir schonmal Gedanken über ein schönes Düngemuster. Fußballrasen, Melone und „zufällig dahingestreut“ hatten wir schon. Habt Ihr noch weitere Ideen?

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Der Dortmunder Garten im Juli

Juli, einer der schönsten Monate des Jahres!

Im vergangenen Monat habe ich noch genölt, wie schlecht das Wetter im Juni war und wie viel es geregnet hat. Nun, allzu viel hat sich nicht geändert. Es regnet leider immer noch – so wie heute:

Garten im Juli: Terrassenblick

Aber ich bin guten Mutes: Eine richtige Sonnenperiode hatten wir hier in Dortmund zwar immer noch nicht, aber der Regen ist weniger geworden. Vielleicht wird es also bald etwas mit dem Supersommer. Noch bleiben ja zwei Monate übrig.

Der Regen tut immerhin den Pflanzen gut. Alles blüht und sprießt: die Blumen, das Gemüse und die Kräuter. In den Gemüsebeeten ist der Salat gar. Ich konnte die ersten Zucchini ernten, und der erste Kürbis reift heran. Gemüsebeet Eins mit Rotkohl, Salat, Möhren und Radieschen:

Garten im Juli: Gemüsebeet mit Rotkohl, Salat, Möhren und Radieschen

Gemüsebeet Zwei mit Salat, Zucchini und Kürbis – im Vordergrund das Saatband „Schneckenschreck“, das nur auf einem von fünf Metern was gebracht hat. Es sieht schon recht zerrupft aus:

Garten im Juli: Gemüsebeet mit Kopfsalat, Zucchini, Kürbis

Der Kopfsalat schießt schon. Ich habe deshalb am Wochenende noch einmal reichlich Salatcremesuppe gekocht und eingefroren. Im Gewächshaus habe ich eine zweite Rutsche Kopfsalat eingesät, die ich beizeiten aussetzen werde. So schnell, wie er wächst, kann ich dann im September eine zweite Ernte einfahren.

Im Gewächshaus wachsen die Thorstis und die Gurken jede Woche fünfzehn Zentimeter in die Länge. Blüten und Früchte gibt’s aber bislang nur ein ganz paar.

Garten im Juli: Im Gewächshaus

Mit den Gurken gibt’s auch ein Problem. Dazu schreibe ich mal einen extra Beitrag – da brauche ich Hilfe.

Für die Tomaten ist das Gewächshaus super: kein Regen von oben, kein Wind von der Seite, viel Licht und ein feuchtwarmes Klima. Jedesmal, wenn ich die Tür öffne, höre ich ein wohliges Brummen. Dadurch, dass wir noch keine wirklich heißen Tage hatten, habe ich auch kein Belüftungsproblem.

Neben Thorsten habe ich zwei Paprika gepflanzt. Sie bekommen jetzt die ersten Kinder:

Garten im Juli: Paprikakind

Vor der Tür wird mein „Rindenmulch-Valley“ jetzt immer bunter. Wenn’s nach mir geht, könnte es noch wilder sein. Aber so eine Neubepflanzung eines Gartens geht ganz schön ins Geld, muss ich feststellen. Es ist erstaunlich: Ich schleppe Pflanze um Pflanze in den Garten, aber er wird gefühlt nicht voller.

Garten im Juli: Gewächshaus

Deshalb ziehe ich einige Blumen nun selbst – zum Beispiel Lupinen. Die sind winterhart und schauen hübsch aus. Leider mögen die Schnecken sie auch gern. Die Lupinen, die ich gekauft und gepflanzt habe, sind fürchterlich abgefressen.

Meine Lupinenkinder:

Garten im Juli: Lupinenkind

Wahrscheinlich ist es auch klug, das erste Jahr abzuwarten und nicht jeden Quadratmeter vollzupflanzen. Im nächsten Sommer werden die meisten Pflanzen wahrscheinlich erst richtig angegangen sein. Wenn dann noch etwas fehlt, kann ich immer noch nachlegen.

Überhaupt braucht manche Pflanze offenbar zwei Jahre, um heimisch zu werden. Von den zwei Apfelbaumspalieren, die ich im vergangenen November gepflanzt habe, trägt nur der Topaz.

Garten im Juli: Topaz-Apfelkind mit Fliege drauf

Der Boskop hatte zwar Blüten, trägt aber keine Früchte.

Die Montbretien, die ich im vergangenen Frühjahr gesetzt habe und von denen 2015 nur die Blätter – ohne Blüten – aus der Erde kamen, blühen jetzt in voller Pracht:

Garten im Juli: Montbretien

Falls Sie übrigens auch eine Kräuterschnecke planen: Machen Sie! Es ist wirklich toll! Bei mir ist sie direkt neben der Terrasse und duftet wie verrückt!

Ich kann allerdings gar nicht so viel kochen und essen, wie ich Kräuter habe. Besonders den Salbei habe ich unterschätzt: Er ist ein Wald.

Garten im Juli: Kräuterschnecke

Bis auf Kerbel sind alle Kräuter angegangen. Von oben nach unten: Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran, Melisse, Salbei, Minze, Bohnenkraut, Schnittlauch, Basilikum, Waldmeister.

Das Oregano blüht momentan sehr hübsch:

Garten im Juli: Blühender Oregano

Demnächst mehr von meinen Gurken – und von meinem Kompost. Für den habe ich ein Geheimrezept aus Fulda entdeckt.

Habt einen schönen Juli!

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Lange Dingsies

Vor dem Winter habe ich jede Menge Blumenzwiebeln in der Erde versenkt.

Ich komme mir mit Blumenzwiebeln immer vor wie ein Eichhörnchen: Mit Freude vergrabe ich, vergesse aber, wo ich was gepflanzt habe. Meistens weiß ich noch, dass ich an einem Ort etwas gepflanzt habe. Nur halt nicht, was.

An der Terrasse wachsen jetzt diese langen Dingsies:

Lange Dingsies

Ich glaube, es ist Allium. Muss aber nicht. Kann auch etwas anderes sein. Ich kann mich nämlich nicht erinnern.

Die Stängel sind jetzt fast zwei Meter lang. Bald ragen sie wie die legendäre Bohnenranke bis hinauf in den Himmel, ich kann hinaufklettern und bin im Reich der Riesen, wo ich wilde Abenteuer erlebe.

Lange_Dingsies_02

Falls nicht: Meine Erwartungen wachsen auf jeden Fall mit jedem Zentimeter Ständel. Nach nunmehr viermonatigem, ausschließlichem Höhenwachstum erwarte ich eine gigantomanische, fantastische, zum Umfallen tolle Blüte, die bis in den Winter hinein wunderschön sein wird. Mit Zauberkräften.

Lange_Dingsies_01

Was man durch die Haut erahnen kann, sieht allerdings eher kleinteilig aus.

Ich werde Sie auf dem Laufenden halten.

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Ein Blick in andere Gärten

In Berlin-Neukölln ist der Comenius-Garten Anlaufpunkt für Jugendliche aus der Umgebung: Der Garten der Harten. 

Wie gärtnern mit Kindern? Auch hier hat die FAZ Ideen.

Der Psychotherapeut Konrad Neuberger betreut einen Therapiegarten und ist überzeugt, dass beim Gärtnern „viele Selbstheiler am Werk“ sind.

1987 wurde der Duisburger Bibelgarten angelegt – inklusive „brennendem“ Dornenbusch. In Deutschland gibt es übrigens rund 100 Bibelgärten.

Viele Kleingärtnervereine bieten Seminare rund um den Garten an – in Essen ist zum Beispiel der Winterschnitt von Obstgehölzen ein Thema.

Gabriella Pape leitet die Köngliche Gartenakademie in Berlin-Dahlem und hat mit der FAZ über die Garten-Vorlieben der Deutschen und den Unterschied zu den Engländern gesprochen.

Polar-Füchse sind eigentlich „Öko-Ingenieure“ und „bauen“ Gärten in Alaska.

Da die „Ober-Gärtnerin“ Vanessa jüngst Heidelbeeren pflanzte, noch zwei Heidelbeer-Tipps:

Anspruchsvolle Früchtlein, die dank Anthocyan eine blaue Zunge machen und eine einfache Methode, Blaubeeren zu pflanzen. Der Kirchhellener Hof Schmücker häckselt übrigens jedes Jahr die Bottroper Weihnachtsbäume, um den Heidelbeeren vorzugaukeln, sie stünden im Wald.

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Nach dem Düngen ist vor dem Düngen

Die Rasengeschichte geht natürlich weiter. Aber da so eine Düngung ja auch erst einmal einwirken, einregnen und ankommen muss und dazu noch diverse andere Schauplätze im Garten (Schnecken! Sumpfgebiete! Fehlendes Blühwerk!) abzuarbeiten waren, gibt es die Fortsetzung erst jetzt.

Wir haben also gedüngt. Aus dem Handgelenk und ohne Wagen. Der Dünger hatte eine neutrale Färbung, was das Wiederkennen auf dem Rasenboden auch nicht gerade vereinfachte. Hände voller Dünger wurden also generös über den etwa 300 m² Rasen verteilt. So in etwa würde es wohl passen, so dachten wir.

Es dauerte genau eine Woche und 47 Regenschauer, bis sich das Ergebnis von jetzt auf gleich recht deutlich zeigte. Ich entschuldige mich, dass ich davon keine Bilder habe, aber mir wäre wahrscheinlich vor lauter Lachen ohnehin die Kamera aus den Händen gefallen. Stellen Sie sich unseren Rasen einfach als übergroße, räudige, grüngrüne Tüpfelhyäne vor, deren Friseur gerade noch ein paar Fellstellen mit der Heckenschere gestutzt hat.

Wir kamen – ernsthaft – aus dem Lachen nicht mehr heraus: An den Stellen, die ordentlich Dünger abbekommen hatten, wuchs tiefgrünes sattes Gras, das sich unter dem prüfenden Barfuß fest und wunderbar griffig anfühlte. An den Stellen, die ungeplantermaßen leer ausgingen, zeigte sich eine blassgrüner, räudig-holziger Tritt.

Also fuhr diesmal der Mann in den Gartenmarkt, um nur eine halbe Stunde später mit zwei weiteren Säcken Dünger und ungebremster Euphorie zurückzukehren.

Diesmal sollten die hellgrünen Passagen sowie das komplett ungedüngte Stück Rasen am Vorgarten mit den nährenden Kügelchen beglückt werden. Gesagt – getan. Die Technik hingegen war diesmal systematischer und es wurde streng in Reihen gedüngt. So ein Düngewagen ist wirklich für Anfänger. Geht doch! Zwischendurch klingelt mal das Telefon und man kommt ein bisschen raus aus dem Flow, aber dennoch. Hey. Cool.

Eine Woche später hatte sich die Tüpfelhyäne aus dem hinteren Garten in eine glatthaarige, gleichmäßige Fläche verwandelt, der Vorgarten hingegen präsentierte sich als gleichmäßiges Zebra im schicken Streifenlook. Hellgrün, dunkelgrün, hübsch im Wechsel. Und der Dünger? Alle. Klar.

Wir verzichteten darauf, die restlichen Streifen noch mit dem Zeug zu bewerfen und widmeten uns in der Zwischenzeit den anderen botanischen Topics auf der Liste.

Der Rasen hingegen wuchs und wuchs. Und wuchs. Zeit, ihn zu mähen, hatte keiner von uns. Montag war er eigentlich schon am Limit. Aber nein. Es kam was dazwischen. Der Rasen wuchs weiter, es war Donnerstag und nach zwanzig Uhr, als wir erneut aktiv ans Mähen dachten. Zu spät. Freitag regnete es den ganzen Tag. Dann also Samstag.

Endlich war der Samstag gekommen und mit ihm eine akute, schwere Männergrippe beim Mähbeauftragten. Das Fieber und die Schwäche zwangen den Mann, umgehend das Bett aufzusuchen und mir alle zehn Minuten die stetig ansteigende Körpertemparatur per WhatsApp mitzuteilen. Zwischendurch wurde im Wechsel nach einer persönlichen Visite oder nach frischem Obst verlangt. Also was machen wir da? Selber mähen. Geht natürlich in den Suburbs erst ab 15:00 Uhr, wegen Mittach und so.

Das Regenradar hingegen meldete schwere Schauer ab etwa 15:15 Uhr. Ich begann also ab etwa 14:30 Uhr, mich mental schonmal einzustimmen und die niemals zuvor selbst genutzte Technik klarzumachen. Grassammelbox, Benzinhahn, Anlasser, Mähhöhe. Check.

Punkt 14:55 Uhr gings los. Ich fand, fünf Minuten vor der Zeit sei tolerabel. Ich schickte die Kinder in sichere Entfernung auf den Beobachtungsposten (Balkon, zur Sicherheit, man weiß nie) und zog an der Anlasserschnur. Nichts. Okay, nochmal. Nichts. Obwohl „EasyStart“ drauf steht, startete gar nichts easy. Nochmal. Dann gemerkt, dass der Hebel falsch steht. Auf Schildkröte. Gut, Nochmal. Und siehe da, es rappelt und knattert und die Möhre springt an. Yeah!

Man muss erwähnen, dass der Rasenmäher ein Weihnachtsgeschenk für uns Neugartenbesitzer war und ein echtes Hightechteil ist. Der fährt quasi selber. Vorbei also die Zeiten wie vor 25 Jahren, als man den schweren, antiken Briggs-and-Stratton-Mäher von Vati leise stöhnend vor sich her schob, das Bier von gestern noch in der Birne und die zwei Mark Belohnung eisern im Blick.

Ich zog also diesen Sicherheitshebel und gab vorsichtig Gas. Und hopp, war das Teil schon zwei Meter allein gefahren. Mit mir hintendran. Huiiiiii, eine feine Sache. Also auf ins Glück und in einem Affenzahn den ganzen Rasen gemäht. Keine Minute zu früh war ich fertig, als über mir alle Schleusen brachen und es just im Finish anfing zu gallern.

Ich war sehr stolz auf das Ergebnis. Nach abschließender Evaluation lässt sich allerdings anmerken, dass die Abstände von Reihe zu Reihe beim nächsten Mal etwa 20 cm geringer sein könnten, wenn man nicht kleine Kanten nach Art einer Zebratüpfelhyäne mit Rasierschwäche über die gesamte Fläche stehen lassen möchte.

 

Edit: Jetzt gibt es auch ein Bild. Bei näherer Betrachtung könnte es sich auch um eine Wassermelone handeln:

Gras_Duenger1_Unterholz

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Da haben wir den Salat

Aktuelles Luxusproblem: viel Salat.

Der Kopfsalat ist die Zucchini des frühen Sommers: Erst tut er nix, dann wächst er innerhalb eines Wimpernschlags zu Audrey-hafter Größe heran. Das ganze Beet ist voll davon. Die Lösung:

Salatcremesuppe

Ja, ich fand’s auch erst skurril. Aber ich hab’s ausprobiert: schmeckt. Und dauert nur 20 Minuten in der Herstellung – nach Hause kommen und Jacke aufhängen mit eingerechnet. Also ein hervorragendes After-Work-Gericht.

Zutaten:
3 kleine Kopfsalate aus dem Garten
1 Liter Gemüsebrühe
Zwiebeln
Knoblauch
1 Becher Sahne (oder Cremefine oder ähnliches)
Fett zum Andünsten, Pfeffer, Salz

Kopfsalat in der Spüle

Zwiebeln hacken, Knoblauch hacken und in einem Topf glasig dünsten. Ich habe von beidem reichlich genommen, fünf Zwiebeln und fünf Knoblauchzehen, aber das sollte jeder halten, wie er mag.

Den gewaschenen Kopfsalat leicht auszupfen und dazugeben. Dann die heiße Brühe drüberkippen und pürieren.

Salatsuppe pürieren

Zum Schluss noch salzen und pfeffern, Sahne rein, fertig.

Man muss nichts großartig auf- oder einkochen, nichts muss reduzieren, und man braucht auch wirklich nur diese Zutaten. Die Suppe schmeckt nach … nun ja, Salat halt. Sie hat aber auch etwas von einer französischen Kräutersuppe.

Salatsuppe in der Schüssel

Ich bin übrigens tatsächlich satt geworden. Okay – ich musste zwei Schüsseln davon essen, und danach war mein Magen ein Ballon. Aber ich war satt. Sogar für länger.

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Kräuterpflanzen aus dem Internet

Vor einigen Wochen bekam ich ein Paket. Darin waren …

Waschbär-Paket: Kräuter

… duftende Limonaden-Kräuter von Bioland, gespendet von Waschbär, dem Umweltversand für Naturmode und Bioprodukte.

Für mich war das eine Premiere: Ich habe zum ersten Mal Pflanzen per Post zugesendet bekommen. Die Kleinen waren sehr liebevoll verpackt, hatten genug Wasser und waren deshalb nur ein bisschen zerzauselt von der Reise.

Ich habe sie in meine Kräuterschnecke eingepflanzt.

Waschbär-Kräuter: eingepflanzt

Im Paket befanden sich:

  • Limonadenkraut
  • moldawische Melisse
  •  Waldmeister
  • Zitronenmelisse
  • marokkanische Minze
  • Orangenduft-Thymian

Diese Kräuter können Sie bei Waschbär bestellen – ebenso wie andere Bioland-Pflanzen. 

Mit im Paket waren auch ein Buch mit Rezepten für Sommerlimonaden und sechs Limonadenkelche. Besten Dank dafür. Lust darauf, eine Limo nachzumachen? Hier ein Rezept:

Zitronenmelissenlimo

Zutaten:
Zitronenmelissenblätter (ca. eine Handvoll) und
4 Zweige Zitronenmelisse
2 Liter Mineralwasser
3 Limetten
2 Zitronen
2 Esslöffel brauner Rohrzucker
2 Zimtstangen

Blätter und Zweige waschen und mit dem Wasser aufgießen. Zwei der drei Limetten und die Zitronen auspresse, zum Wasser geben. Zucker und Zimtstangen ebenfalls dazugeben. Die restliche Limette klein schneiden und ebenfalls ins Wasser geben. Kalt stellen und ein paar Stunden ziehen lassen. 

Seit ich das Paket bekam, sind sechs Wochen vergangen. Die zarten Pflänzchen haben sich seither bestens eingelebt – alle leben und gedeihen bestens und duften herrlich! Bald sind die pflückreif:

Die Waschbär-Kräuter nach einem Monat

Fehlt nur noch der passende Sommer zur Sommerlimonade.

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Waschbär. 

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Das Kirschendesaster

Es regnet und regnet und regnet.

Das Ergebnis: Die Kirschen sind im Eimer. Alle Früchte: schimmelig.

Verschimmelte Kirschen im Baum

Ich schiebe es auf den Dauerregen. Denn der Nachbarin geht es genauso: Auch ihre Kirschen sind alle oll.

Im Juni gab es kaum einen Tag in Dortmund, an dem es nicht geregnet hat – und wenn, dann war es schwül und feuchtwarm. Symbolbild:

Kirschbaum im Regen

Es ist frustrierend, das schimmelige Zeug im Baum hängen zu sehen. Aber abpflücken und entsorgen? Uuuuaah. Eklig.

Eine Handvoll Kirschen konnte ich retten. Dachte ich. Nur einen halben Tag später begannen auch sie, in der Schale zu schimmeln. Also weg damit.

Kirschen in weißer Schale

Adé, Kirschensommer. Bis nächstes Jahr.

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