Monatsernte: Dezember 2015

Steinkunst im Garten

Ich liebe die kleinen Ecken in meinem Garten.

Ich mag es, durch den Garten zu gehen (und nicht nur durch meinen eigenen Garten, auch durch andere Orte) und etwas zu entdecken. Deshalb liebe ich zum Beispiel diesen bemoosten Stein besonders – ich glaube, ich habe ihn schonmal vorgestellt.

Wie alt ist er wohl und wie lange hat das Moos gebraucht, um so zu wachsen?

Bemooster Stein im Garten

Sehen Sie die kleinen, hellgrünen Dinger? Die aussehen wie Trompeten? Faszinierend, oder? Nach dem Gartenumbau habe ich den Stein ein bisschen mehr in Szene gesetzt. Er liegt jetzt neben der Terrasse.

In München gibt es ein Atelier für Dinge, die man entdecken kann.

Andrea Wenzel erstellt Steinkunst – das sind kleine und auch größere Gartenobjekte aus Steinguss. Angefangen hat alles mit einer Sonnenuhr. Heute können Sie dort auch Wasserspeier (Bauanleitung), Steinschnecken und Ammoniten bestellen. Zum Beispiel sowas:

Steinschnecken aus dem Atelier Wenzel

Quelle: Atelier Wenzel

Auf meiner neu gepflasterten  Terrasse bildet der Stein nun den Abschluss eines kleinen Kies-Abschnitts:

Ammonit an der Terrasse

So ein Ammonit ist frostfest und kann das ganze Jahr über draußen bleiben. Der Steinguss ist mit einem Werkstein aus England vergleichbar, der dort im vorigen Jahrhundert für prunkvolle Gärten verwendet wurde.

Wer eine Mauer hat, kann ihn auch dort einarbeiten.

Steinschnecken in der Mauer, Atelier Wenzel

Quelle: Atelier Wenzel

Man kann übrigens auch eine Portraitbüste von sich selbst anfertigen lassen (oder von seiner Schwiegermutter) und in den Garten stellen.

Ich würde mich aber zu sehr erschrecken. Also vor mir selbst.

*

Atelier Wenzel haben mir den Ammoniten kostenlos zur Verfügung gestellt.

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Ein Blick in andere Gärten

Ein neuer Blick in andere Gärten!

Es ist nicht so, dass ich in den vergangenen Wochen keine Links gefunden habe. Ich habe nur keine Zeit gefunden, einen hübschen Beitrag d’raus zu machen. Vor Weihnachten möchte ich aber noch ein paar servieren:

Die zauberhafte Ninia La Grande lebt mit einem Mann zusammen, der gerne Neues ausprobiert – und eines Tages eine Mail an einen Kleingartenverein schrieb.

Meisenknödel und anderes Vogelfutter kann man gut selbst machen – Pia hat es schon einmal gezeigt. Hier eine weitere Anleitung.

Auch in der Landwirtschaft hält die Digitalisierung Einzug – natürlich schon länger. In der modernen Agrartechnik bewirtschaften Roboter die Felder, besonders auf großen Flächen. Ein längeres Feature erklärt, was das für Landwirte und ihre Felder bedeutet.

Sie steht aktuell in vielen Blumengeschäften und Gartencentern: die Amaryllis. Ich habe auch eine zu Hause; sie steht auf der Fensterbank in der Küche und welkt vor sich hin. Wie man sie pflegt, damit man lange etwas von ihr hat.

Wo gibt es in Europa frei lebende Wölfe? Eine Karte zeigt es. Auf einer weiteren Landkarte geht es ums Trinken: die Deutschlandkarte der Mineralwässer.

Flachdächer sind ungenutzte Fläche – auch bei Hochhäusern. in Vietnam haben Architekten nun eine Version: Sie möchten Hochhäuser über einen Dachgarten verbinden. Es soll feste Wege und grüne Flächen für insgesamt 720 Bewohner geben.

Zum Schluss ein kleines Video. Schauen Sie sich das gerne mehrmals an, es beruhigt:

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Pilze aus eigenem Anbau

Mein Name ist Sandra und ich leider derzeit unter Balkon- und Gartenlosigkeit. Nach Gemüsegarten und Balkon, auf dem neben Tomaten und Peperoni kaum Platz für Menschen blieb, müssen nun die Fensterbänke herhalten. Die werden hauptsächlich von Orchideen bevölkert, unter die sich Kräuter, Sprossengläser und Kresseigel mischen. Normalerweise blogge ich bei Schöner Blog(t).

Wenn die gerade im Supermarkt erstandenen Pilze nach Mandeln schmecken, dann ist da vermutlich was falsch gelaufen.

Zum Beispiel bei ihrer „Beauty-Behandlung“, damit sie auch nach dem Transport aus Osteuropa oder Asien noch frisch geerntet aussehen. Champignons, Shiitake-Pilze, Austernpilze oder Pfifferlinge werden dafür begast, z.B. mit Methylbromid und Phostoxin. Dazu kommt, dass der allseits beliebte Champignon nicht nur auf Pferdemist wächst, sondern auch prächtig auf Klärschlamm oder anderen hoch mit Schwermetallen belasteten Materialien. Zum Düngen von Pilzkulturen wird gerne Harnstoff eingesetzt. Lecker.

Dann doch lieber selber ziehen. Das Internet bietet da diverse Quellen mit den verschiedensten Angeboten. Da wir weder über einen Garten noch einen Balkon verfügen, musste es eine Pilzzuchtbox sein. Und da ich erst etwas skeptisch war, bestellte ich beim ersten Mal nur Champignons. (Wer einen Garten hat, kann beispielsweise einen alten Baumstamm oder einen Heuballen impfen.)

Mittlerweile haben wir unsere dritte Champignon-Box – bestimmt nicht unsere letzte. Frisch geerntete Champignons sind kein Vergleich zu Supermarktware, Champignons schmecken tatsächlich nach etwas, egal ob braun oder weiß.

Karton mit Folie und Erde

In dem gelieferten Karton befindet sich alles, was man für die Champignonzucht benötigt. Das Substrat ist mit Pilzmyzel besiedelt und muss nur noch (bei Zuchtbeginn) mit der beigefügten Erde bedeckt werden. Dann kommt ein kleines Plastikdach über die Erde und der Karton darf erst einmal warm stehen, bei uns in der Küche.

Karton mit Folie

Dann wandern das Plastikdach von der Erde über den Karton und der Karton in den Keller.

Nach einigen Tagen zeigen sich die ersten kleinen Pilze. Dann sollte man auch mindestens jeden zweiten Tag die Kiste besuchen – ansonsten hat man plötzlich Riesenpilze (ich spreche aus Erfahrung). Nach jeder Ernte muss so viel Wasser zugegeben werden, wie Pilze entnommen wurden. So ganz genau muss das nicht stimmen, die Deckerde sollte nur nicht austrocknen oder das Pilzsubstrat ertränkt werden.

Weißer Pilz in Erde

Von den Zuchtboxen hat man eine ganze Weile etwas, ca. drei bis vier Erntewellen oder vier Monate. Die XXL-Box eignet sich nur für Familien oder sehr pilzbegeisterte Menschen – uns war sie etwas zu viel.

Pilze, die an einem Karton wachsen

Mit der letzten Bestellung habe ich auch Austernseitlinge bestellt. Die sind erst prächtig gewachsen, dann aber komplett vertrocknet. Anscheinend ist unser Keller tatsächlich nicht feucht genug. Das ist für die dort gelagerten Sachen super, für die Zucht von Austernseitlingen aber anscheinend eher nicht.

Komisch, meist bleibt die Begeisterung aus, wenn ich erzähle, dass wir Pilze im Keller haben. Dabei ist der Keller gar nicht feucht. Dort stehen nur Pilzzuchtsets.

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