Monatsernte: August 2015

Ein Blick in andere Gärten

Kräuter ernten und trocknen: Welche Kräuter sich eignen, wie man vorgeht und wie das Ergebnis lange hält.

Die Zeitschrift Gardens Illlustrated hat eine Design-Rubrik, in der man sich hübsche Gardenstühle, die schönsten Pflanztische und allerlei anderes Zeug ansehen kann.

Hirnforscher Onur Güntükün forscht mit Tauben. Die Tiere seien beamtenhaft, könnten 725 abstrakte Muster unterscheiden. Außerdem erzählt er, warum Delfinforschen besser als Taubenforschen ist – und jede Menge Sachen über das Gehirn.

Frau Croco hat ein schönes Gedicht geschrieben.

Der Herren-Balkon.

Es ist der 21. August, und Carola von der Frischen Brise hat eine Entdeckung gemacht.

Verkehrstherapeut Jörg-Michael Sohn im Interview: ein lehrreiches Gespräch darüber, warum wir keine Zeit sparen, wenn wir schneller fahren – und was das Auto mit uns macht, wenn wir darin sitzen.

Wir sind alle sehr viel online – das mutmaße ich jetzt mal, auch wenn ich Sie größtenteils nicht persönlich kenne. Was das mit uns macht und was passiert, wenn wir in die digitale Wüste geschickt werden.

trenner_birne

Der Balkon kommt immer zu kurz

… nicht in der Pflege, aber hier im Blog.

Dabei sitze ich oft und gerne dort, vor allem nach der Arbeit und am Wochenende. Denn im Gegensatz zum Garten, in dem morgens und über Mittag die Sonne steht, ist der Balkon ab dem Nachmittag am schönsten.

Deswegen steht dort auch mein Liegestuhl, in dem ich gerne mal einschlafe. Er hat eine eingebaute Nickerchenfunktion – kaum liege ich drin und habe vier Seiten gelesen, werden meine Augen schrecklich schwer, mein Hirn vernebelt sich, die Geräusche der Straße versanden und ich gleite hinüber ins Powernapping-Paradies.

Balkon

Der Balkon geht nach vorne raus – zur Straße und zum Garagenhof. Wenn ich nicht gerade schlafe, bringt das unweigerlich mit sich, dass ich nichts verpasse: Wer kommt, wer geht, wer den Müll rausbringt, wer die Blumen gießt, wer die Straße hoch und wer sie hinunter geht, wer den Hund ausführt und wer das Auto saugt. Nicht, dass ich das alles wisse möchte, aber es ist nicht zu vermeiden.

Sitze ich nun abends auf dem Balkon und genieße die Sonne, sehe ich jeden, der von der Arbeit nach Hause kommt – und er oder sie sieht mich. Wir grüßen uns dann freundlich und meistens kommt es zu einem Schwätzchen: Wie geht’s, was macht das Knie? Bei den Prachtfinken alles in Ordnung? Marlenes Katze ist gestorben. Wie geht es eigentlich Herrn Müller, hab ihn lange nicht gesehen? Schon mitbekommen, gegenüber ist ein Neuer eingezogen. Sind Frankes eigentlich im Urlaub? Ach, auf den Malediven! Fuhren die nicht sonst immer in den Schwarzwald? Die Krügers könnten auch mal ihren Vorgarten machen. Was – Sabine hat einen Kreuzbandriss? Letztens das Gewitter – das ist sogar bei uns im Fernseher eingeschlagen!

Mein Balkon ist also ebenso investigativ wie erholsam. Ein Recherchebalkon.

Balkonüberblick

Aber das hier ist ja ein Gartenblog, deshalb: die Pflanzen. Auf dem Balkon habe ich hauptsächlich Hübsches – und ein paar Auberginen und Tomaten.

Die Auberginen gedeihen inzwischen prächtig, haben Blüten und auch die ersten, winzigen Früchte. Ich habe sogar die Befürchtung, dass ich in ein paar Wochen in Auberginen baden kann. Dabei mag ich doch gar keine Auberginen, sondern habe sie nur für die Torfrau angepflanzt.

Auberginen von unten

Der Balkon ist die Wetterseite – er bekommt mehr Sturm mit, aber auch mehr Sonne. Auf dem Balkon ist es wärmer als auf der Terrasse und im Garten. Manchen Pflanzen bekommt das besser. In kleinen Töpfen gedeihen Geranien und andere Blumen, deren Name ich allesamt nicht kenne.

Zum Beispiele eine, die sich abends zusammenfaltet und nur bei Sonne entknüselt. Wenn ein bisschen Sonne scheint:

Balkonblume halboffen

Wenn viel Sonne scheint:

Balkonblume in voller Blüte

Geht die Sonne unter, gibt es auf dem Balkon die schönsten Sonnenuntergänge. Ich habe also viele Gründe, meinen Balkon zu lieben – auch wenn er hier im Blog kaum erwähnt wird.

trenner_karotte

 

Der Dortmunder Garten im August

Der August ist für mich der letzte Sommermonat, auch wenn das astronomisch nicht ganz stimmt: In einem Großteil des Septembers ist ja auch noch Sommer. Aber es fühlt sich oft nicht mehr so an.

Ein paar Bilder vom Samstagvormittag, bevor der große Regen kam:

Rosen und Blick über den Rasen

Das Staudenbeet blüht üppig. Ich habe das Gefühl: Alle 250 gepflanzten Gladiolen sind aus der Erde gekommen.

Im Hintergrund: das Gemüsebeet.

Blick übers Staudenbeet

Der Blick in die Gegenrichtung, über die Schulter von George, the Giant in Richtung des Gewächshauses:

Blick Richtung Gewächshaus

George hat noch ein Kind:

Babykürbis

Das Gemüsebeet habe ich letztens weitestgehend leer geräumt: Ein paar Kohlrabi dümpelten dort noch in der Erde, waren aber nicht mehr genießbar. Ein Großteil des Blumenkohls ist nichts geworden. Ich habe beides auf den Kompost geworfen. Nun wachsen noch Kürbis, Zucchini, eine Kohlrabi und ein zwei Salate dort.

Blick über die Malven auf das Gemüsebeet, von der Terrasse aus:

Blick über die Malven ins Gemüsebeet

Im Frühjahr hatte ich die Steine, die wir im Garten gefunden haben, aufgestapelt und japanische Steinmyrthe dazwischen gepflanzt. Sie hat sich inzwischen mehr als verdoppelt:

Japanische Steinmyrthe

In der anderen Ecke des Gartens blüht der Hibiskus. Er kommt immer als letztes, beginnt erst im August mit der Blüte:

Hibiskus vor Gewächshaus

Blick von untern auf das noch nicht fertige Gewächshaus. Die Rosen verblühen bereits:

Blick über die Rosen zum Gewächshaus

Demnächst poste ich auch mal Bilder vom Balkon.

trenner_kuerbis

Gefrorene Blüten

Als im vergangenen Monat die essbaren Blüten zu blühen begannen, gab mir Sandra den Tipp:

„Auch hübsch sind Blumen in Eiswürfeln für Getränke.“ 

Weil es so einfach ist, habe ich das gleich mal getestet:

Eiswürfel mit eingefrorenen Blüten

Für die Cola sind die Blüten mir zu schade. Liebe gebe ich sie in die selbst gemachte Limo oder in ein Glas Wein. So schaut das dann aus:

Blüte in Eiswürfel in Wein

Essbare Blüte im Weinglas

Gegessen habe ich sie übrigens auch. Sie schmecken nach nichts. Und ein bisschen nach Blume. Also so, wie sie riechen.

trenner_brocco

 

 

Ein Blick in andere Gärten

Herrje, das Wetter macht es wirklich schwierig, regelmäßig Blogbeiträge zu schreiben. Oder überhaupt nur ins Internet zu schauen. Aber ein paar Links gibt’s – immerhin:

In der Elbe wachsen jetzt Tomaten.

Nicht oft genug kann ich das Journal der Kaltmamsell empfehlen, die zwar keinen Garten hat, aber ein unaufgeregtes Tagebuch schreibt, das man im Garten sitzend gut lesen kann.

Meine Mitgärtnerin Pia beschäftigt sich seit ihrer Ankunft in der Familie viel mit Tupfenlola, das kann natürlich nicht unverbloggt bleiben. 

Außerdem:

Ob das eine Fortsetzung der Handwerkersoap gibt?

Was Sie pflanzen sollten, wenn Sie nicht gießen möchten. 

Mangold ist derzeit ein großes Thema in meinem Leben – erntebedingt. Deshalb hier ein Rezept für Mangold-Feta-Strudel mit Gurken-Quark. Tante Mali kocht für heiße Tage lieber eine kalte Suppe mit Buttermilch.

Dass aus Finnland einige der besten Rallyefahrer der Welt kommen, liegt im weiteren Sinne an der Landschaft dort. 

Eine Beerentorte für Beerentortenanfänger.

Zum Schluss ein Blick in Richtung Osten: Wie Menschen in Russland über sanktionierten Käse reden.

trenner_radi

Ein Gewächshaus aus alten Fenstern – Teil 7: Die Fenster

Das Gewächshaus wird so langsam ein Gewächshaus: Wir haben die ersten Fenster eingesetzt.

Holzfenster in Holzrahmen

Das Fenster, aufgehangen an Scharnieren. Dadurch kann ich es von unten nach oben aufklappen.

In der Theorie war das so gedacht: Wir schnappen uns ein Fenster, halten es hoch, es passt genau in den Rahmen, wir schrauben es fest – fertig!

In der Praxis gestaltet es sich etwas anders: Erstmal müssen wir den Metallrahmen vom Fenster entfernen, außerdem die bestehenden Scharniere und Griffe. Das ist ziemlich friemelig. Dann wuchten zwei starke Männer das 30 Kilo schwere Fenster in die Höhe, halten es an den Rahmen, und es passt nicht. Sie legen es auf Böcke, hobeln daran herum, wuchten es wieder hoch, halten es an, es passt immer noch nicht. Sie hobeln weiter, spachteln Holzkitt rein, streichen drüber, wuchten es wieder hoch, und es passt leidlich.

Manchmal ist das Fenster auch nicht zu breit, sondern zu schmal: Es bleibt etwas Luft – so wie oben auf dem Bild.

Das macht aber alles nichts, wir grämen uns nicht. Denn mal ehrlich: Wir hatten damit gerechnet, dass wir ein bisschen fuckeln müssen (kennt man das Wort „fuckeln“ außerhalb des Sauerlandes?). Vor die Lücke kommt einfach ein schmales, weiß gestrichenes Brett.

Im Dach sind auch Fenster:

Dach mit Fenster drin

Das Dach des Gewächshauses: An der vorderen Kante kann man das Fenster hochklappen.

Das Fenster soll sich automatisch öffnen, wenn es zu warm wird. Wir planen, dafür einen hydraulischen Fensteröffner mit Wachskartusche zu installieren. Das Wachs dehnt sich bei Hitze aus und schiebt einen Kolben, der das Fenster öffnet. Wird es kühler, zieht sich das Wachs wieder zusammen, und das Fenster schließt sich.

Neben den Fenstern haben wir außerdem vier Türen.

Gewächshaus aus der Ferne

Aus der Ferne. Rechts wird an der Tür gearbeitet.

Sie kommen an die Längsseiten des Hauses. Mindestens zwei von Ihnen sollen sich öffnen lassen, so dass ich an jeder Seite einen Eingang habe.

Bis wir fertig sind, wird es aber noch dauern. Die nächsten Schritte:

  • Die restlichen Fenster und Türen einpassen.
  • Die verbleibende Dachfläche mit Stegplatten aus Polycarbonat füllen.
  • die Bretterverkleidung

trenner_tomate

Was bisher geschah:

Ich kapituliere vor der Hitze.

Bisher habe ich sie immer verteidigt, sprach von „es ist eben Sommer“ und außerdem mögen meine Tomaten und Paprika die Sonne.

Heute aber, nach dem gefühlt zwanzigsten Tag mit über 30 Grad, gebe ich auf. Zusammen mit meiner Handpumpe im Garten, die nichts mehr pumpt. Es gibt nämlich nichts mehr zu pumpen, das Grundwasser ist weg.

Ok, Sommer. Warst super bisher. Jetzt bitte Regen. Viel Regen, weil die Winzer würden sich auch freuen.

Lavendel

Vor meiner Terrasse wächst Lavendel.

Ich habe ihn im vergangenen Jahr dort gepflanzt: ein Träger voll, acht oder zehn kleine Pflänzchen. Inzwischen sind sie zu zwei dicken Lavendelpummeln herangewachsen, einer rechts, einer links im kleinen Beet vor dem Rasen.

Das Wunderbare: Hummeln und Schmetterlinge lieben den Lavendel. An schönen Tagen summt und brummt es dort, es sind immer mindestens zwei oder auch drei Insekten dabei, Pollen zu sammeln.

Ich genieße es, vor dem Lavendel zu sitzen und die Hummeln zu beobachten. Falls Sie also noch Platz haben: Pflanzen Sie Lavendel!

Hummel in Lavendel

 

Hummel in Lavendel

 

Hummel in Lavendel

 

Hummel in Lavendel

 

trenner_brocco

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen