Monatsernte: Juni 2015

Auberginenkinder

Achtung, ein Geständnis: Auberginen.

Zu Auberginen habe ich trotz (oder wegen) vieler Probierversuche ein sehr angespanntes Verhältnis. Ähnlich wie zu Rosenkohl.

Denn, mal ehrlich: Auberginen schmecken in jedweder Verarbeitung unschön – aus dem Ofen, auf dem Grill, immer. Manchmal tarnen sie sich als Paste, dann heißt es: „Probier doch mal! Schmeckt auch gar nicht nach Aubergine.“ Doch! Aubergine schmeckt immer nach Aubergine, und das ist das Problem (Pia sieht das anders).

Nichtsdestotrotz habe ich Auberginen im Garten. Es war ein inniger Wunsch meiner Freundin A aus M, ihres Zeichens Torfrau a.D. Sie schenkte mir 2011 meine erste Tomatenpflanze und brachte mich so dazu, mehr als nur Blumen anzupflanzen. Aus Dankbarkeit pflanze ich nun Auberginen für sie an.

Ungeachtet dessen, dass ich Auberginen nicht mag, hege und pflege ich die Pflänzchen. Allein schon aus Achtung vor dem lLeben. Die Pflanzen können ja nichts dafür, dass sie Auberginen und keine leckeren, sagen wir, Gurken sind.

Bislang lebten sie in einem Mini-Gewächshaus auf meiner Wohnzimmerfensterbank. Dem sind sie entwachsen. Am Wochenende habe ich sie vereinzelt und in Töpfe gepflanzt.

Auberginenpflanzen im Topf

Eigentlich müssten sie jetzt in einem größeren Gewächshaus wohnen. Das sagen alle im Internet verfügbaren Ratschläge. Nur: Das Gewächshaus sieht immer noch so aus (In den kommenden Wochen geht es dort zwar weiter, bis zur Fertigstellung dauert es aber noch).

Also müssen die Auberginenkinder die Zähne zusammenbeißen.

In den kommenden Tagen dürfe es Ihnen immerhin warm genug sein – auch ohne Gewächshaus. 38 Grad dürften jede Aubergine glücklich machen.

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Bunte Salatmischung

Im April bekam ich einige Tüten Samen zugeschickt – unter anderem mit einer Salatmischung.

Die habe ich zunächst in einem Topf eingesät und dann ins Beet gesetzt. Nun scheint sie mir reif:

Bunte Salatmischung von oben

 

Allerdings hat die Mischung wenig von den üblichen Sorten, die knubbelig wachsen – wie Kopfsalat oder Lollo Rosso. Sie schaut ein bisschen aus Unkraut.

Ich habe jetzt nochmal die Beschreibung nachgelesen:

Mit dieser Mischung kommen Rucola, Eichblattsalat sowie Batavia und Asia direkt aus dem Garten oder vom Balkon auf den Tisch. Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen gerade mal vier bis fünf Wochen.

Okay. Aber ist es richtig, etwas zu essen, das blüht?

Bunte Salatmischung (blühend)

Oder bin ich schon zu spät dran? Muss ich die Blüten entfernen oder kann ich sie mitessen?

Ein bisschen unheimlich ist sie mir ja, die bunte Salatmischung.

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Ein Blick in andere Gärten

Den heutigen „Blick in andere Gärten“ beginnen wir mit sieben Dingen, die Sie bei der Gartenarbeit nicht tun sollten.

Weiter geht’s mit einem Blick nach Finnland. Am vergangenen Wochenende war Mittsommer. Die Myyrätohtori – Mäusedoktorin – wohnt seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Finnland und zeigt Impressionen.

Xenia vom Berlingarten hat ein Gesteck aus Rhabarberstängeln und Rosen gebastelt.

Flightradar kennen Sie wahrscheinlich alle, oder? Dort können sie den Flugverkehr auf der Welt beobachten. Das gleiche gibt’s auch für Schiffe: Marinetraffic.

Nochmal zurück zu den Flugzeugen: Die sind, wenn man in der Einflugschneise wohnt,  ziemlich laut. Für die Menschen, die in der Nähe des Flughafens Amsterdam Shiphol wohnen, sind sie allerdings leiser als andernorts. Das liegt an einem besonderen Acker.

Wissenschaftler der Universität Standford sind der Meinung: Derzeit sterben die Arten schneller als zu jemals zuvor seit dem Aussterben der Dinosaurier. Dafür wimmelt es in Deutschland bald vor Distelfaltern.

Durchsichtige Lkw sollen helfen, Unfälle zu verhindern.

Große Gemälde auf kleinen Sachen. Sie liegen allesamt weit jenseits meines Bastelgeschicks. Das Gleiche gilt für Foodart.

Wie das Elektroauto Tesla die Welt verändern wird.

So geht es mir auch oft, wenn ich aufwache und noch verträumt in die Gegend gucke:

Zum Schluss eine kleine Geschichte, die nichts mit Garten oder Natur zu tun hat: Der richtige Zeitpunkt, um mit dem Helfen aufzuhören.

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Der Garten im Juni

Schnell, schnell, der Juni ist fast vorbei! (bin ich die Einzige, der das Jahr in den Händen zu verrinnen scheint?)

Der Juni begann hier mit großer Hitze und Trockenheit. Jeden Abend schüttete ich unzählige Gießkannen an mein Gemüse, doch der Boden war so ausgetrocknet, dass das Wasser in Pfützen darauf stehen blieb, statt an die durstigen Wurzeln zu sickern. Das Gemüse kümmerte vor sich hin, die Stauden hingen schlapp in der Gegend herum, die Erdbeeren blieben winzig (aber sehr, sehr süß!). Obendrein gab es hier am Rhein eine regelrechte Mückenplage, um eine halbe Stunde weitestgehend ungestochen gießen zu können, musste man entweder in langen Klamotten schwitzen oder sich sehr sorgfältig mit Mückenschutzmitteln einreiben. Das Rheinhochwasser im Mai hatte die vermehrte Mückenbrut begünstigt, die vielen Stürme hatten verhindert, dass die Stechmückenbekämpfung per Hubschrauber stattfinden konnte. Es war unerträglich und ich arbeitete nur das Nötigste im Garten.

Als die Mücken weniger wurden, sank die Temperatur und der langersehnte Regen fiel. Beinahe eine Woche lang regnete, regnete, regnete es. Ringsherum jammerten die Menschen über das Wetter, ich grinste jedesmal, wenn ich bei der Hunderunde an meinem Garten vorbei lief. Von Tag zu Tag wurde das Grün satter und die Kohlrabi dicker.

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Zum Regen kam die Schafskälte, doch im Garten wächst und gedeiht es!

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Die Paprikas wachsen, blühen und tragen reichlich Früchte, die Zwiebeln dahinter werden immer kräftiger. Und sogar die mickrigen Rosenkohlpflänzchen, die ich schon aufgegeben hatte, treiben neu und kräftig aus. Sowie der Boden ein bißchen angetrocknet ist, muss er dringend gehackt werden und die Un/Wild/Beikräuter, die am meisten stören, ausgezupft werden.

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Auch die Tomaten kommen nun endlich in Fahrt. Nachdem die erste Saat kaum über das Keimblattstadium kam, holt die zweite Saat jetzt kräftig auf. Das muss ich mir dringend für das nächste Jahr merken: ich muss im März keine Panik bekommen, weil ich noch keine Tomaten gesät habe. Auch im Mai gesäte Tomaten werden groß und versprechen gut zu tragen.

An einem der kommenden Wochenenden bekommen die vorderen Tomaten ebenfalls Dächer, bisher war dafür keine Zeit.

Sie können auf diesem Bild übrigens sehr gut sehen, dass ich es mit dem Jäten nicht ganz so genau nehme, bzw. nur dort jäte, wo ich Platz brauche. Die weißblühenden Feinstrahlastern hier im Bild säen sich überall im Garten aus, doch ich mag ihre Blüten sehr und obendrein bieten sie den Tomaten guten Windschutz, deshalb dürfen sie bleiben.

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Der Blick zur anderen Gartenseite ist eher langweilig. Die vielen Stauden sind bereits verblüht, die Blumen, die ich gesät habe, hatten während der Trockenheit keine Chance zu keimen. Viel Erde mit ein bißchen Grün dazwischen … ich hoffe, dass das im Laufe des Sommer noch bunter wird. Nächstes Jahr wird das Staudenbeet sicherlich üppiger blühen, ich muss mich eben in Geduld üben. Und falls das alles nicht so wird, wie ic mir das vorstelle, gibt es eben noch mehr Gemüse, Gemüse kann ich.

Heute ist es hier bereits wieder warm, die Sonne scheint: allerbestes Pflanzenwachswetter. Und allerbestes Schädlingswetter, denn wenn es feucht und warm ist, kommen sie:

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Und sie bringen ihre Freunde mit. Viele Freunde! Weinbergschnecken, Schnirkelschecken, klitzekleine Turmschnecken, weiße Nacktschnecken, schwarze Nacktschnecken, rote Nacktschnecken und Tigerschnegel, die einzigen Schnecken, die ich wirklich mag. Am Wochenende gehe ich auf die Jagd, mit Schaufel und Eimer. Wünschen Sie mir Jagdglück.

Ein Blick in andere Gärten

Aktuell ist Erdbeerzeit. Viele ArbeiterInnen, die in Deutschland Erdbeeren pflücken, sind keine Deutschen. Sondern zum Beispiel Polen. Wie im Erdbeer-Imperium von Enno Glantz rund um Hamburg. Ein Artikel über Erdbeerpflücken, Mindestlohn und ausländische PflückerInnen.

Requiem auf eine kleine Metzgerei.

Blumen und eine Flasche Wein, das sind klassische Mitbringsel bei der Abendeinladung. Studenten von der Zürcher Hochschule der Künste finden das ein bisschen fad und haben eine Idee: den Mampfstrauß. Das ist ein Strauß, den man essen kann. Weil er beispielsweise aus Kräutern besteht. So sehen die Sträuße aus. Rezepte gibt’s direkt dazu auf einer Karte.*

Voll wie eine Haubitze war ein niederländischer Igel: Er hatte so viel Eierlikör getrunken, dass er sich nicht einmal mehr zusammenrollen konnte. Wie es dazu kam.

Schiff ahoi! Eine Infografik zur Schiffahrt und zu Kreuzfahrtschiffen, zu Transport von Waren und Klimafreundlichkeit.

Repair-Cafés sind Orte, an denen Menschen zusammenkommen und kaputte Dinge reparieren – oder von anderen reparieren lassen. Ein Trend gegen die Wegwerfkultur und fürs Selbermachen. Eine Karte zeigt, wo es in Deutschland überall Repair-Cafés gibt.

Warum die Welt ohne Dungkäfer ärmer wäre.

Wellen treffen immer parallel zum Strand aufs Land. Warum ist das so? Im Meer geht es doch auch wild durcheinander, oder nicht? Die Antwort.

Die Wiese hinter dem Erwachsensein. Verlinke ich wegen der tollen Überschrift.

Fred.

Lebensmittel online bestellen? Geht mittlerweile. Doch wo kommen die Lebensmittel her, wer sammelt sie ein und bringt sie mir? Das Supermarktblog ist der Frage nachgegangen.

Gesichter aus Obst. Und Essen. Oder mit Obst und Essen. Wie auch immer. Derselbe Fotograf kleidet auch Menschen in Pflanzen.

Frau Novemberregen braucht ein neues Fahrradschloss und trifft auf einen Einzelhändler, der sich wirklich noch Gedanken macht.

*Den Mampfstrauß hat uns eine Leserin aus der Schweiz empfohlen. Wenn Sie auch Links für uns haben: immer gerne her damit. Am besten per Mail an: vanessa [kringel] gaertnerinnenblog.de.

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Der Dortmunder Blumengarten im Juni

Manchmal kann man den Eindruck gewinnen, ich betreibe einen Bauernhof. Überall Gemüse, Gemüse, Gemüse.

Nee, ich habe tatsächlich einen Garten. In dem gibt es auch Blumen. Gar nicht so wenige sogar. Ich glucke nur nicht so um sie herum wie um das Gemüse. Sie sind irgendwie selbstständiger.

In meinen zwei Teichbecken blühen grad die Schwertlilien. Das ist sehr schön – ein Zeitraum von vier Wochen im Jahr, in dem die Teichdinger am hübschesten ausschauen.

Der Garten im Juni: Schwertlilie mit Hummel

Bei allen meinen Blumen freue ich mich, dass Bienen und Hummeln sie offenbar super finden. Ich mag vor allem Hummeln sehr gerne; ich finde das Konzept „Hummel“ einfach super: ein Tier, flauschig und ein bisschen dicklich, brummsummselt laut durch die Gegend, um Nahrung einzusammeln.

Deshalb habe ich vor einigen Wochen Steinmyrthen gepflanzt. Auf dem Blumentopf stand, sie seien insektenfreundlich.

Der Garten im Juni: Japanische Steinmyrthe

Die Myrthen wachsen zwischen großen Findligen, die wir beim Aufräumen des Gartensgefunden haben. Wenn man ihre Größe sieht, kann man sich das heute gar nicht mehr vorstellen. Aber der Garten war tatsächlich so zugewachsen, dass auch Steine im Gestrüpp verschwanden.

Der Garten im Juni: Fuchsie

Ein bisschen stolz bin ich, dass ich zwei Fuchsien durch den Winter gekriegt habe. Ich hatte, ehrlich gesagt, nicht damit gerechnet. Im Herbst hatte ich sie bis auf die Erde zurückgeschnitten, die Töpfe ind Flies gewickelt und nur ab und an gegossen.

Wie diese Blumen heißen – keine Ahnung. Sehen aber hübsch aus:

Der Garten im Juni: Blume

Seit ich den Garten habe, merke ich, was ich alles nicht weiß. Zum Beispiel wusste ich bis zum vergangenen Jahr nicht, wie Zucchinipflanzen aussehen. Lachen Sie jetzt bitte nicht. Ich war an Zucchini nur mäßig interessiert, auch kulinarisch, und hatte mir nie Gedanken gemacht, wie die Pflanze aussieht, an der sie wachsen (und wie groß sie wird!).

So ging es mir dieses Jahr auch mit Schnittlauch. Natürlich weiß ich, wie Schnittlauch aussieht, aber ich habe es bislang noch nie in freie Natur blühen gesehen. Jedenfalls nicht bewusst:

Der Garten im Juni: Blühendes Schnittlauch

In einer vernachlässigten Ecke des Garten fristet ein Johannisbeerstrauch tapfer sein Dasein. Auch ihn habe ich im vergangenen Jahr deutlich gestutzt. Das macht ihm aber offenbar nichts.

Momentan steht er eingequetscht zwischen den Fenstern fürs Gewächshaus. Seine Früchte sind noch grün:

Garten im Juni: Johannisbeeren

Im Gegensatz zu den Johannisbeeren erröten die Kirschen grad. Mich wundert ein bisschen, dass die Vögel sie nicht wegfressen. Das ist ein verdächtig.

Der Garten im Juni: Kirsche

Auf meinem Balkon habe ich auch jede Menge Blumen. Die zeige ich demnächst mal. Der Balkon kommt immer zu kurz.

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Ein Blick in andere Gärten

Karen ist Eichhörnchenforscherin und lebt in Finnland. Letztens war sie auf einer Eichhörnchenforschertagung in Helsinki. Dort läuft man mit Eichhörnchenschirmen durch den Wald. Aber nicht nur das. Lesen Sie selbst.

Gewitter, Gewitter, Gewitter! Eine Echtzeit-Landkarte, die zeigt, wo es gerade blitzt.

Berlingärtnerin Xenia gärtnert vertikal und bepflanzt Paletten.

Januar, Februar, März … – Gedanken einer Gärtnerin im Jahrsverlauf.

Neues aus der Welt der verrenteten Landwirte: Sie müssen mehr Gestank hinnehmen als andere. Das misst sich in „Jahresgeruchsstunden“, und es gibt ein Gerichtsurteil dazu.

Sven übers Entenfüttern.

Felix Schwenzel über Wetter-Vorhersagen, Wetter-Apps und was sie seiner Meinung nach können müssen. Im Gegensatz zu Felix mag ich es, Strömungsfilme anzusehen. Ich selbst nutze Wetter Online, besonders das Regenradar. In der entsprechenden App kann man auch in die Zukunft schauen und sehen, ob es innerhalb der nächsten zwei Stunden regnen wird. Das klappt ganz gut.

Das Landlebenblog über Flüchtlinge, die in ländlichen Regionen landen – und über Vorurteile zu dieser Thematik: Stadt. Land. Stuss.

Die häufigsten Sprachen auf der Welt: inhaltlich keine Überraschung, aber hübsch aufbereitet.

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Projekt PomodoPi: Leserfragen und Statusupdate

Blogleser Florian hat per Mail einige Fragen gestellt, die vielleicht auch für andere Mitlesende von Interesse sind, deshalb beantworte ich sie gern hier im Blog. Auf geht’s:

Ich habe so etwas ähnliches auch vor, allerdings nicht mit dem Raspberry Pi. Ich bin Elektrotechniker und halte persönlich nicht viel davon Sachen so direkt über den Pi zu schalten. Ich arbeite meistens mit einem Mikrocontroller dazwischen, den mein Pi fungiert nur als Homeserver mit Anbindung an meine Webspace.

Wenn es Dir nur um die reine Bewässerung geht, reicht auch ein Arduino o.a. aus. Bei mir fiel die Wahl auf den Raspberry Pi, weil daran auch noch zwei Webcams und die USB-Blumenampel hängen.

Allerdings wollte ich nach dem Magnetventil fragen, mit diesen Anschlüssen für Gartenschläuche. Hast du da evtl. ein Link?

Ich benutze dieses einfache Magnetventil, dass ich via Amazon bezogen habe: http://www.amazon.de/elektrisches-Magnetventil-fuer-Wasser-Luft/dp/B00ME6YBSK/ref=sr_1_3

Hängt das Magnetventil direkt an einem Wasseranschluss? Das wäre ja ordentlich an Druck?

Völlig richtig. Das Magnetventil kommt damit zwar klar, aber der Tropfschlauch dahinter entwickelt nach dem Öffnen des Ventils eine gewisse Dynamik, und dann hat man einen begossenen Pudel:

Begossener Pudel (Amiga, 5 Jahre)

Begossener Pudel (Amiga, 5 Jahre)

Ich habe allerdings am Wasserhahn einen Y-Abzweig, der regelbar ist. Dort kann ich den Druck auf das richtige Maß reduzieren und noch einen zweiten Schlauch anschließen. Ansonsten brauchst Du einen Druckminderer, den Du in jedem Gartenmarkt bekommst.

Wie steuerst du das Magnetventil, hast du da noch irgendwas zum Steuern dazwischen? Oder wie steuerst du des an?

Das Magnetventil wird mit 12V angesteuert, die der Raspberry Pi nicht liefern kann. Sie kommen von einem 12V-Netzteil, dass ich vom einem Relaismodul schalten lasse. Das Relaismodul ist von Sainsmart und speziell für den Betrieb an Raspberry & Co. ausgelegt: Es ist active low, zieht also an, wenn ich am Raspi einen GPIO auf LOW ziehe.

Weitere Fragen beantworte ich gern in den Kommentaren!

Aktuell sind die Thorstens übrigens noch etwas grün im Gesicht, machen sich aber schon recht gut:

Viele Grüße von den Thorstens!

Viele Grüße von den Thorstens!

Bis bald!

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Gartenhund? Hundegarten!

Vor einigen Jahren schrieb ich an anderer Stelle davon, wie ich mir ein Leben mit Kindern vorgestellt hatte, welche Pläne und Wünsche ich hatte, was ich dann tatsächlich erlebte und wie ich meine Vorstellungen zurechtrücken musste. Hätte ich mich nur daran erinnert, als mir ein Hochglanzzeitschriftenbild vor Augen stand, in dem ein glücklicher Hund malerisch unter einem knorrigen Obstbaum liegt, direkt neben bunt blühenden Sommerstauden, mit der Nase an einem Korb voll saftiger, roter Erdbeeren. Das einzige Realistische in diesem Bild sind der knorrige Obstbaum (Birne) und der gerade noch glückliche Hund (Lola, fast fünf Monate jung.).

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Während die ganze Familie fleißig vor sich hinwurschtelt, wird der glückliche Hund immer unglücklicher, denn leider mag er nicht malerisch unter dem Birnbaum liegen, sondern stattdessen alles, was zart grünt und sprießt aus der Erde rupfen, will tiefe Löcher in die wunderbar gelockerte Erde buddeln und sich hingebungsvoll in frisch gegossenen Erbsen wälzen. Das darf Lola natürlich nicht, weswegen sie angebunden wird. Da die Leine aber ziemlich lang gelassen wird (der arme, kleine Hund soll ja nicht gefesselt werden), sind vier Erdbeerpflanzen, die sie gerade noch erreichen kann, völlig kahlgefressen. Und es ist Lola völlig egal, ob sie rote oder grüne Erdbeeren oder gar Erdbeerblätter frisst, sie zerkaut einfach alles, spuckt es dann notfalls wieder aus. Das Hochglanzzeitschriftenbild von glücklichem Hund in üppigem Gemüsegarten muss offensichtlich noch ein bißchen warten, aber wenn es mal so weit ist, werde ich es knippsen und niemandem verraten, wie lange ich darauf warten musste. (oder womit ich den Hund dafür betäubt oder bestochen habe)

Um Lola nicht alles verbieten zu müssen, haben wir einen Teil der Ländereien der Grünen Villa abgesperrt. Dort darf sie frei herumflitzen, sehr tiefe Löcher buddeln und alle Äste, Zweige, Stöcke und Knorzen zerschreddern, die sie finden kann oder wir ihr in der vergeblichen Hoffnung, sie würde sie apportieren, in die Ecken schmeißen. Im Notfall darf sie dort auch pinkeln und kacken, immerhin ist sie fast noch ein Baby und ich bin da nachsichtig. Leider stehen in diesem Gartenstück noch etliche große Töpfe mit Funkien, die in naher Zukunft an den Gartentümpel ziehen sollen. Falls Lola sie nicht vorher völlig zerrupft hat. Das tut sie nämlich dann, wenn sie glaubt, dass sich niemand um sie kümmert, weil dann hat sie sofort meine volle Aufmerksamkeit. Genauso, wenn sie die Bergenien frisst, am Efeu kaut, die Kermesbeere ausgräbt oder Dutzende von grünen, runtergewehten Kirschen verschlingt.

Neulich half sie mir bei der Gartenarbeit, denn ich erlaubte ihr, so viel Giersch wie sie will auszureissen und wegzuscharren. Leider räumte sie regelmäßig meinen Grünschnitteimer wieder aus, in den ich den herausgerupften Giersch stopfte und als der Eimer dann auch noch kippte und mit viel Getöse auf ihrem Kopf landete, war es mit der Hilfe vorbei und sie suchte Schutz hinter den Funkien. (und begann augenblicklich, diese anzukauen.)

Meine Zeit im Garten beschränkt sich derzeit auf knapp anderthalb Stunden, von halb acht bis neun Uhr abends, wenn Kinder und Gatte die Hunderunde übernehmen. Dann hacke ich sehr hektische die Gemüsebeete, zupfe die unangenehmsten WildUnBeikräuter weg und werfe literweise Wasser in den Garten. Währendessen erschlage ich Millionen von Stechmücken, denn dank des Rheinhochwassers im Mai sind die eine echte Plage.

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Gießkannen findet Lola übrigens Klasse, nie schmeckt das Wasser besser, als wenn es über Nacht in der Gießkannen dekantiert wurde.

Trotz der kleineren und größeren Hundeablenkungen hat auch hier die Ernte begonnen. Lola frisst nicht alle Erdbeeren, für uns bleiben auch noch welche. Außerdem gibt es Erbsen, Kohlrabi und Salat. Die Paprikapflanzen blühen wie verrückt, die Bohnen klettern und sogar die Tomaten kommen aus dem Quark. Heute abend ernte ich die ersten Johannisbeeren und vielleicht können wir dem Rharbarber noch zwei, drei Stangen entreissen, um Rharbarberkuchen backen zu können. Ab dem 24. Juni (Johannistag) darf er ja nicht mehr geerntet werden.

Ich beende das Schwätzchen an dieser Stelle, denn soeben flitzte ein vorwitziger Welpe mit einem Gartenclog im Maul an mir vorbei und ich bin mir sehr sicher, dass sie diesen nicht als Schutz für zarte Pfoten braucht.

Das Dortmunder Gemüse im Juni

Ein kleines Update aus dem Garten, speziell aus der Sektion „Gemüse“.

Am Wochenende habe ich den ersten Salat geerntet. Auch der nächste ist schon soweit. Jetzt beginnt die große Salat-Ess-Phase!

Der Garten im Juni: Kopfsalat

Dank Schneckenkorn und Ringelblumenmauer ist der Salat gut gediehen. Im vergangenen Jahr hatte ich keinen so großen Erfolg. Da sah die Ernte ziemlich mau aus – oder verkrüppelt.

Die Kohlrabi sind im Kommen. Die Knollen wachsen, sind aber noch winzig. Heute morgen habe ich allerdings bemerkt, dass die Feinde zum Angriff blasen: Bei einigen Pflanzen sind die Blätter massiv angefressen. Ich habe Kohlraupen im Verdacht.

Der Garten im Juni: Kohlrabi

Ich werde das weiter beobachten und, wenn es sein muss, Netze spannen.

Beim Blumenkohl habe ich das getan. Den hat’s nämlich im vergangenen Jahr dermaßen dahingerafft, dass er es nur zu einem kleinen, weißen Röschen gebracht hat. Danach war Ende. Deshalb:

Der Garten im Juni: Kürbis und Blumenkohl

Allerdings sieht das Beet ohne Netz deutlich besser und hübscher aus. Deshalb ziere ich mich noch etwas, es über die gesamte Fläche zu spannen. Ich schaue meinem Gemüse doch so gerne beim Wachsen zu!

Die erste Zucchinipflanze trägt inzwischen auch eine Blüte.

Der Garten im Juni: Zucchiniblüte

Ich weiß bereits jetzt, dass ich viel zu viele Zucchini haben werde. Vier Pflanzen! Ja, bin ich denn deppert! Habe ich aus dem vergangenen Jahr nichts gelernt!

Aber ich tue mich halt schwer, Keimlinge, die den Weg aus der Erde gefunden haben und zu Pflanzen werden, zu vernichten.

So sieht das Beet in der Draufsicht aus:

Der Garten im Juni: Gemüsebeet in der Draufsicht

Vorne der Salat, dahinter die Kohlrabi, hinter dem Weg aus Rindenmulch sind weitere Kohlrabi (sie waren im vergangenen Jahr einfach zu lecker!), Kürbis und Blumenkohl.

Im kleinen Gewächshaus auf der Fensterbank im Wohnzimmer stehen noch Auberginen und zwei Gurken. Die müssen noch etwas drin bleiben und groß werden. Vielleicht können sie dann direkt ins große Outdoor-Gewächshaus umziehen.

Im Beet nebenan wohnt der Mangold – allerdings noch recht zierlich:

Der Garten im Juni: MangoldUnd die Thorstens?

Die Tomaten stehen, weil das Gewächshaus noch nicht fertig ist, in Töpfen auf der Terrasse. Bei schlechtem Wetter ziehe ich sie unters Dach.

Beim Säen hatte ich sie gruppiert und mit Schildchen versehen, damit ich weiß, welche Sorte wo wächst. Doch durch das Umtopfen – ich weiß auch nicht, wie das immer passiert – wird es nun wieder eine Überraschung. Gepflanzt habe ich Black Cherry, gelbe Cocktailtomaten und rote Cocktailtomaten. Die ersten beiden Sorten sind auch gut unterwegs. Die gelben, meine ich mich zu erinnern, waren Spätzünder.

Der Garten im Juni: Tomaten und Händematte

Juni, Juli und August sind eindeutig meine liebsten Monate im Garten. Alles ist grün, alles wächst, die Ernte beginnt – und ich kann in der Hängematte schaukeln und alles genießen.

Demnächst noch eine Übersicht aus der Blümchenabteilung.

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