Monatsernte: März 2015

Das große Buch der Gartengestaltung

Das große Buch der Gartengestaltung: Cover

Seit Ende 2013 arbeite ich nun schon meinen Garten. Trotz des Übungsjahres 2014 bin ich noch immer etwas orientierungslos. Deshalb stehe ich oft in der Gartenbuchabteilung und blättere durch das Angebot.

Was ich vor allem brauche: Überblick und Inspiration. Beispiele. Etwas, das mir zeigt, was ich alles mit meinem Garten machen kann. Bilder davon, was andere tun.

„Das große Buch der Gartengestaltung“ kommt also gerade recht.

Das große Buch der Gartengestaltung: Küchengarten

Das bietet das Buch: 

Einen Überblick. Über Gartenanlagen, bauliche Elemente, den Einsatz von Pflanzen, Wege und Tore, Licht und Schatten, unterschiedliche Stile.

Bilder und Beispiele. Das Buch strotzt vor Fotos. Zu jedem Thema gibt es mindestens vier Bilder, meist mehr. Natürlich sind auch Gartenanlagen dabei, die mir persönlich nicht zusagen. Oder solche, die völlig jenseits meiner Möglichkeiten liegen. Das macht aber nichts: Es gibt genug Fotos, die Ideen geben. Manchmal muss man nur genau hinsehen.

Inspiration. Sie wissen nicht, was Sie in den Schatten pflanzen können? Das Buch hat die Antwort. Sie suchen nach Ideen, wie Sie Wasser in den Garten bekommen? Es gibt mehr als 30 Beispiele in Bildern. Sie brauchen Anregung für den Küchengarten? Das Buch zeigt Gestaltungsmöglichkeiten.

Das Schöne am großen Buch der Gartengestaltung: Es gibt mir Ideen, die ich vorher nicht hatte. Zum Beispiel gibt es ein kleines Kapitel, wie man Garteneingänge gestaltet. Bislang wusste ich nur, dass ich dringend mein Gartentor streichen muss – dass ich es auch umpflanzen könnte, ist mir bislang nicht in den Sinn gekommen.

Das große Buch der Gartengestaltung: Eingang

Das sollten Sie nicht erwarten: 

Anleitungen. Es gibt keine Do-It-Yourself-Tipps und konkrete Handlungsanweisungen. Sie erfahren nicht, wie Sie einen Teich anlegen, ein Hochbeet bauen oder Obstbäume pflegen.

Lassen Sie sich vom Titel also nicht in die Irre führen.

Fazit:

„Das große Buch der Gartengestaltung“ ist kein Buch, das man sich mal eben so kauft. Dafür hat es – für den Preis – zu wenig konkreten Nutzen.

Es ist aber ein Buch, das man sich gerne schenken lässt. Es macht wirklich Spaß, sich Ideen zu holen und darin zu blättern. Schreiben Sie es also auf Ihren Wunschzettel – und freuen Sie sich, wenn Sie es irgendwann auspacken dürfen.

Heidi Howcrowft, Marianne Majerus
Das große Buch der Gartengestaltung
ISBN: 978-3421040077
Hardcover
320 Seiten
49,99 Euro

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt.

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Ein Blick in andere Gärten

Er heißt „52“ und ist der einsamste Wal der Welt: Weil er auf einer zu hohen Frequenz singt – nämlich auf 52 statt wie andere Wale zwischen 15 und 20 Hertz – können seinen Artgenossen ihn nicht hören. Niemand reagiert auf ihn.  Mein Herz wird ganz schwer.

Deutschland geht das Holz aus. Auch ein Grund: Die gestiegene Anzahl an privaten Kaminöfen. Zwar besteht ein Drittel unserer Landesfläche aus Wald, doch das Holz ist schwierig zu verwerten.  Über Waldbesitz, Agrarholz und ein Hackschnitzelkraftwerk in Brilon. 

Die Berlingärtnerin Xenia gibt Tipps, wie Sie Ihren Garten und alles, was in ihm wächst, am schönsten fotografieren.

Ein weiterer Tipp, diesmal aus Lillys Pflanzenblog: Windeln als Wasserspeicher.

In Sibirien sind Löcher im Boden, ziemlich große und ziemlich rätselhafte. Laserwaffen von Aliens kommen als Ursache in Frage – oder irgendwas mit Methan.

Falls Sie Inspiration für Ihre Inneneinrichtung suchen: Die New York Times hat die Rubrik „On Location“. Sie besucht Leute zu Hause und fotografiert ihre Häuser, Wohnungen und Lofts. Einmal reingeklickt, vergisst man schnell die Zeit.

Catherine Hug vom wunderschönen Blog „Hyggelig“ (Do it Yourself, Design, Kindersachen und Inneneinrichtung) hat sich einen Kindheitstraum erfüllt: Sie war im Brandnertal in Österreich und ist Hundeschlitten gefahren.

Anregung fürs Wochenende: Landschaften in Klebebänder schnitzen. 

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Säen – und das Drumherum

Angesteckt von meinen Mitgärtnern habe ich nun doch auch das Säen begonnen. Das muss dieser Herdentrieb sein.

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Da ich Schnickeldi sehr mag und dieses „Samen in die Erde stecken“ doch eher langweilig ist, mache ich mir die Säerei hübsch. Nicht jeder der auf dem obigen Bild gezeiten gegenstände ist für erfolgreiches Gärtnern zwingend notwendig. ;-)

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Tomaten passieren tatsächlich einfach so, eine große Kunst ist die Anzucht nicht. Die Tomaten am Leben zu erhalten, vor Braunfäule, zuviel Sonne, zuviel Wasser, zuviel Wind zu schützen steht da schon auf einem anderen Blatt. Aber so weit ist es ja noch nicht. In meinem Tomatenkarton habe ich in den letzten Wochen gesammelt, was ich für die Anzucht brauche. Außerdem habe ich mir aufgeschrieben, was ich überhaupt anpflanzen will, in welchem der beiden Gärten und wo darin, was ich als fertige Pflanze kaufe oder was ich selbst säe. Letztes Jahr war ich im wahrsten Sinne des Wortes planlos und verpasste Einiges. Ich fand mich ein paarmal in der Gärtnerei zwischen unzähligen Gemüsepflanzen wieder, völlig überfordert, wieviel und was überhaupt ich kaufen soll.

Ich säe gerne in Eierkartons. Wenn es ans Auspflanzen geht, lassen sich einzelnen Segmente der Kartons leicht abreißen. Das Pflänzchen muss man auch nicht mühsam herausgraben, es kann mitsamt der Pappe in die Erde. Vor dem Säen schneide ich den Deckel der Eierkiste ab, diese dient dann als „Untersetzer“ für die „Pflanzschale“, falls ich wieder zu eifrig gieße.

Auf der Suche nach Saatgut entdeckte ich einen Papiertopf-Presse aus geöltem Buchenholz, die ich unbedingt ausprobieren wollte.

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Tatsächlich sieht die Presse nicht nur schön aus und fühlt sich toll an, sie funktioniert auch einwandfrei! Aus Zeitungen kann ich mir jetzt Anzuchttöpfchen pressen, die ebenfalls nach dem Einpflanzen verotten. Die Zeitung wird dazu in Streifen geschnitten, um die Presse herumgewickelt und durch Drehen in der Schale entseht der Topfboden. Kinderleicht, genial.

Die Erde für meine Säerei ist aus meinem Schnellkomposter.

Gesät und mit hübschen Schildchen versehen sieht es im Nähzimmer gerade so aus:

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Bisher habe ich zwei Sorten Tomaten („Yellow Canary“ und „Minibel“) für meine Terrassenkübel gesät, denn diese stehen geschützt und können vor den Eisheiligen bestückt werden. Die anderen Tomatensorten für den Garten säe ich erst in zwei Wochen.

Aubergine, Hokkaido und Physalis sollen in den Papiertöpfchen wachsen, verschiedene Paprika- und Pepperonisorten, Zucchini, Melone und Gurke kommen noch dazu. Das Tablett wird voll, danach ziehen Eierkartons und Papiertöpfchen auf die Fensterbank im Treppenhaus um. Dort ist es hell, aber nicht zu warm.

Es ist sicherlich nicht nötig, beim Formen der Papiertöpfchen auf hübsche Motive zu achten und farblich abgestimmte Namensschilder auszustanzen. Da es aber zum intensiven Wühlen draußen im Garten noch zu kalt ist und die Säerei drinnen rasch beendet ist, genieße ich es sehr, für ein bißchen buntes Schnickeldi zu sorgen.

Und kann es kaum abwarten, endlich wieder Zeit im Garten zu verbringen.

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Projekt PomodoPi: Eingetopftes

Heute gibt’s nur ein kurzes Update: Der Feuchtigkeitssensor hat den Test am Gummibaum bestanden. Inzwischen sind auch die Tomatensamen angekommen. Ich war von der verfügbaren Vielfalt ein wenig geplättet und habe am Ende zu „Fantasio F1“ gegriffen – nichts Exotisches, dafür angeblich sehr resistent gegen die üblichen Blattkrankheiten. Außerdem kommt noch eine Sorte Cherrytomaten dazu, die sind aber noch in der Post. Die Fantasio-Samen habe ich schon eingetopft. Sie sind jetzt in einem kleinen Aufzuchthäuschen, das auf einem Stuhl am Wohnzimmerfenster steht – das einzige Fenster, das nach Süden rausgeht. Der Raspberry Pi mit dem Bodenfeuchtigkeitssensor ist auch dorthin migriert:

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Außerdem habe ich noch einen Temperatursensor an den Raspberry angeschlossen (wie das geht, beschreibe ich demnächst noch einmal ganz genau). Die Daten, die die Sensoren liefern, können Sie jederzeit unter http://kuehnast.com/pomodopi/ abrufen. Hier ist zum Beispiel die Temperaturkurve von heute:

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Wie Sie sehen, steigt die Temperatur in der Box bei Sonneneinstrahlung auf deutlich über 30 Grad. Man kann dort auch ziemlich genau erkennen, wann mal ein paar Wolken durchgezogen sind :-)  Ich hätte theoretisch sogar eine kleine Webcam am Start, die auf das Aufzuchthäuschen gerichtet ist, aber das ist meist so beschlagen, dass man nichts erkennen kann, deshalb verzichte ich im Moment auf ein Live-Kamerabild. Drücken Sie mir die Daumen, dass die Samen bald keimen! Sobald ich den Deckel von der Aufzuchtbox abnehmen kann, nehme ich auch die Kamera in Betrieb.

Bis bald!

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