Monatsernte: Januar 2015

Ein Blick in andere Gärten

Ein frohes neues Jahr!

Kennen Sie das? Sie brauchen mal eben ein Werkzeug, besitzen das Gerät aber nicht selbst? Da givbt es zwei Möglichkeiten: kaufen oder im Baumarkt mieten. Der Schweizer Verein „Pumipumpe“ hat eine dritte Idee: ein Nachbarschaftsnetzwerk, in dem jeder mit einem Sticker auf dem Briefkasten signalisiert, was er im Schuppen hat.

„Bestelle hier deine Sticker, klebe sie an deinen Briefkasten und lass damit deine Nachbarn sehen, welche Dinge sie von dir ausleihen können.“

Pumipumpe verschickt die Aufkleber kostenlos innerhalb der Schweiz und auch nach Deutschland.

Gerne lagert man im Winter Getränke auf dem Balkon. Dort bleiben sie schön kühl. Frau Novemberregen tut das auch und wundert sich: Als sie eine Flasche ins Haus holt, gefriert der Inhalt. Draußen war er noch flüssig. Warum das so ist.

Als ich klein war, fuhr meine Mutter mit mir immer zur Heißmangel. Wir holten unsere geplättete Bettwäsche ab und brachten neue, frisch gewaschene. Kennen Sie das auch noch? Das Techniktagebuch stellt eine besondere Heißmangel vor.

Eine Idee zur Inneneinrichtung: Wie wär’s mit ein paar hyperrealistischen Bildern für übers Sofa?

Gänzlich ungärtnerisch, aber trotzdem einen Klick wert: Das Leben mit Kindern in realistischen Fotos. Außerdem die Geschichte Farzam Vazifehdans, der einst als Flüchtling nach Deutschland kam und heute Chefarzt im Diakonie-Klinikum in Stuttgart ist.

Ein Habicht fliegt durch einen Wald – in Echtzeit, kein Zeitraffer:

Einige der heutigen Linktipps habe ich übrigens bei Felix Schwenzel gefunden. Seine täglichen Links seien an dieser Stelle ausdrücklich empfohlen.

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Gärtnern mit dem Raspberry Pi

Es begab sich, dass ich über meine Vorsätze für das Jahr 2015 schrob – und Nachricht erhielt von Charly Kühnast. 

Was dann geschah – lesen Sie selbst. Service-Info für Nicht-Tekkies: Der Raspberry Pi, von dem die Rede ist, ist ein Einplatinencomputer. Man kann mit dem kleinen Bastelrechner programmieren lernen und ihn für alles Mögliche benutzen, zum Beispiel als Steuereinheit.

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Ein Besuch im kanarischen Garten: Jardín Botánico Canario Viera y Clavijo

Was mich mit am meisten fasziniert, wenn ich in wärmere Gefilde reise, sind die Landschaft und die Pflanzen.

Nicht nur, dass es andernorts seltsame, neue Pflanzen gibt, die ich nicht kenne. Sondern auch, dass Pflanzen, die ich kenne, völlig andere Dimensionen annehmen als Exemplare, die zu Hause wachsen.

Nehmen wir zum Beispiel diesen Kaktus:

Gran Canaria: Riesenkaktus im Jardin Canario

Ich hatte auch mal so einen Kaktus. Er war erst nur handgroß, wuchs dann, ich topfte ihn um, er wuchs weiter, dann wurde er unten etwas braun und krüppelig. Irgendwann knickte er ab, ich band ihn, aber irgendwie kam er nicht drüber hinweg. Schöner wurde er auch nicht. Vor seinem Tod reichte er mir bis zum Bauch, dann zog ich um, der Kaktus geriet ein bisschen unter die Räder. Ich war nicht böse drum.

Nun schauen Sie sich aber diesen Riesenbaum an. Ist das nicht faszinierend? Er steht im botanischen Garten auf Gran Canaria, dem Jardín Botánico Canario.

Gran Canaria: Beschrifteter Kaktus im Jardin Canario

Der Jardín Canario schmiegt sich an einen Steilhang, den man hinauf- und hinuntergehen kann. Es gibt mehrere Teiche, einen Kaktusgarten, einen Bereich mit Palmen, einen mit Drachenbäumen, einen Kiefernhain, einen Garten mit all jenen Pflanzen, die in Dünen und am Strand gedeihen, und eine Menge kleinerer Bereiche.

Der Jardín beherbergt viele endemische Pflanzen, also solche, die nur auf den Kanaren wachsen.

Gran Canaria: Blumen und Bienen im Jardin Canario

Sehr schön wächst auf Gran Canaria der Klee. Er trägt gelbe Blüten, die an einem langen Stängel aus dem Grün ragen, das dick und üppig wie ein Teppich ist. Ich habe allerdings kein Glückskleeblatt gefunden.

Gran Canaria: Klee im Jardin Canario

Daneben gibt es im Jardín viele Sukkulenten, die mehr oder weniger fleischig und stachelig sind. Auch einige aus anderen Gegenden, zum Beispiel Nord- oder Südamerika. Wenn ich mich recht erinnere, stammt dieses etwas unscheinbare, Boden deckende Exemplar aus Mexiko:

Gran Canaria: Sukkulenten im Jardin Canario

Sehr präsent sind Drachenbäume. Manch einer hat ein – meist etwas spirreliges – Exemplar zu Hause stehen. Im Jardín sind sie ein bisschen größer:

Gran Canaria: Drachenbäume im Jardin Canario

Der Drachenbaum gehört übrigens zur Familie der Spargelgewächse – falls Sie von Herrn Jauch irgendwann mal danach gefragt werden.

Auf Flickr gibt’s mehr Fotos vom Jardín Canario. Hier außerdem noch ein Video mit Bildern:

Jardín Botánico Canario Viera y Clavijo (Webseite)
Gran Canaria
Zwischen Las Palmas und Santa Brigida, Nähe Tafira Alta

Zwei Eingänge:
Carretera del Centro, Kilometer 7
Carretera Nueva San Lorenzo, Kilometer 2

Geöffnet täglich von 9 bis 18 Uhr
Eintritt frei

Es empfiehlt sich, Getränke mitzunehmen. Es gibt auf dem Berg zwar ein Restaurant. Als ich dort war, gab es aber keinen Kiosk, um mal eine Flasche Wasser zu kaufen.

Am Wochenende und an Feier- und Ferientagen sind gerne Einheimische dort, die beisammen sitzen picknicken.

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Sommer für die Seele

Während der Großteil Deutschlands (subjektiver Instagram-Eindruck) zwar friert, aber immerhin unter einer hübschen Schneedecke liegt, ist Dortmund maximal schäbbich bei vier Grad und Regen. In meiner Wohnung brennt Dauerlicht.

Zum Glück war ich über Weihnachten im Urlaub – im Warmen, auf Gran Canaria, einer der Inseln des ewigen Frühlings. Dort hatte ich zwischen 18 und 25 Grad – zum Beispiel im Süden, zwischen Santa Lucia und der Fortaleza:

Gran Canaria: Stausee

 

Gran Canaria: Stausee

Mehr Bilder aus dem Sommer? Gerne. Irgendwie ist es ja gut für die Seele.

Der Strand bei Maspalomas – dort, wo die Touristenhochburg sind. Aber nicht nur. Hier finden sich viele Sukkulenten am Strand, ein grünes Meer vor dem Meer:

Gran Canaria: Am Meer in Maspalomas

In den Bergen im Zentrum der Insel, wo fette Orangen an den Bäumen wachsen. Zur Straße hin waren alle Früchte abgepflückt:

Gran Canaria: Orangenbaum in den Bergen

Und wo die Samen der … öhm, Dings-Pflanze wachsen:

Gran Canaria: Blumensamen

Faszinierend! Alles ist zigmal größer als zu Hause. Sogar die pummeligen Blumenkohl-Sukkulenten, die, wie ich gelernt habe, „Echeveria“ heißen. Ich habe sie vor allem an Felsen entdeckt – an Stellen, die im Schatten oder Halbschatten liegen und gerne mal ein bisschen feucht sind:

Gran Canaria: Eccheveria

Es grüßt: ein gefährlicher … öhm, Was-auch-immer. Auf jeden Fall gefährlich. Sieht man ja auch:

Gran Canaria: Gefährliches Tier

Vor meinem Ferienhaus wuchs ein dicker blühender Busch. Blüte offen:

Gran Canaria: Blumen vor dem Haus

Und geschlossen:

Gran Canaria: Blume

Am letzten Tag war ich im Jardín Canario, dem botanischen, kanarischen Garten. Mehr dazu in einem Extra-Beitrag.

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