Grilltipps – für Fisch, Fleisch, Gemüse und den Grillkauf

Kohle, Gas, Elektro: Die Sache mit den Grillen ist ja eine Glaubensfrage. Und ich gestehe: Ich bin Team Gas.

Was mich nämlich schon immer genervt hat, ist die lange Vorlaufzeit, bis man beim Kohlegrill zum Wesentlichen kommt: dem Grillen. Anzündwürzel, -paste oder -kamin, warten, wedeln, pusten – währenddessen eineinhalb Baguettebrote mit Kräuterbutter essen und wenn das Fleisch gar ist: keinen Hunger mehr.

Der Gasgrill hingegen: zack – los geht’s! Heiße Flamme, heißer Rost, und innerhalb von zehn Minuten liegt das erste Fleisch auf dem Grill.

Weitere Vorteile des Gasgrills: Ich kann indirekt grillen. Außerdem qualmt der Grill kaum – die Nachbarn danken es mir. Und wenn einer meiner Grillgäste das Grillen unterbrechen muss (zum Beispiel das Kind stillen oder zwischendurch zu Bett bringen) oder wenn ein Gast später dazukommt, kann ich ganz einfach nochmal anfeuern und etwas nachlegen.

Fleischtipp: Fleisch rechtzeitig vorher aus dem Kühlschrank nehmen. Dann gart es gleichmäßiger durch. Niemals direkt vor dem Grillen salzen, sonst wird es trocken – entweder eine halbe Stunde vorher oder danach, wenn es auf dem Teller liegt.

Gemüsetipp: Paprika und Zucchini in nicht zu kleine Stücke schneiden, großzügig Olivenöl, Rosmarin und Meersalz drüber, mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen und ab in die Gemüseschale auf den Grill. Geht immer und ist eine gute Alternative zum obligatorischen Salat.

Fischtipp: Keinen Grillkorb verwenden, sondern eine Planke aus Zedernholz. Sie macht ein schöneres Aroma, weil das Holz ätherische Öle enthält. Die Planke immer vorher durchfeuchten, circa eine Stunde. Man kann sie von Markenherstellern kaufen – oder einfach mal in der nächsten Schreinerei nachfragen.

Bei Lionshome können Sie den besten Grill für Ihre Zwecke aussuchen. Das Onlineportal führt das Angebot großer Shops – darunter Amazon, Conrad und Otto – mit dem kleinerer Shops zusammen. Das schafft Übersicht und man muss nicht überall einzeln hinklicken.

Sehr schön finde ich übrigens auch Feuerschalen für die Zeit nach dem Grilling. Die Lagerfeueratmosphäre hat was – und versöhnt vielleicht diejenigen der Grillgäste, die es gerne holzkohlig haben.

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Lionshome.

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Der Dortmunder Garten im August

Ein kleiner Blick in den Garten – jetzt im August. Einer der schönsten Monate – der letzte Monat, bevor der Herbst beginnt.

Gartenpanorama im August

Am Terrassenbeet blühen die Zwergdahlien, die Husarenköpfchen und sogar mein bewachsener Stein.

Garten im August: Terrassenbeet

Garten im August: bewachsener Stein

Husarenköpfchen finde ich übrigens außerordentlich praktisch: Die Schnecken mögen sie nicht, sie blühen viele Monate lang, sind pflegeleicht und sagen Bescheid, wenn sie Wasser brauchen, sind nicht nachtragend und wachsen zu schönen Polstern.

Garten im August: Gelb blühende, kleine Husarenköpfchen

Im Gemüsebeet ist die Zeit von Zucchini, Kürbis und Mangold. Die Zucchiniblüten erreichen monströse Größen.

Man kann sie frittieren und essen, oder? Diese hier hätte es verdient:

Garten im August: riesige Zucchiniblüte

Mit drei Zucchinipflanzen habe ich wieder eine Zucchiniflut, die ich diesmal aber gut bewältige. Meist grille ich die Zucchini zusammen mit Paprika und Rosmarin. Gefüllte Zucchinischiffchen gibt es auch.

Sehr lecker ist übrigens dieses Rezept: Zucchinipuffer mit Joghurtsauce.

Garten im August: Zucchini

Ich habe zwei Kürbispflanzen: den Gelben Zentner und Hokkaido. Der erste Zentner hat sich allerdings eine unglückselige Stelle zum Wachsen ausgesucht – genau im Zaun.

Garten im August: zwischen Zaunpfählen eingequetscht wachsender Kürbis

Der erste Hokkaido-Kürbis ist auch fertig:

Garten im August: reifer Hokkaidokürbis

Der Rest des Gartens blüht so vor sich hin: Rosen, Gladiolen, Sonnenhut, Mädchenauge:

Garten im August: Rosen und Insektenhotel

Garten im August: Gladiolen

Die Gladiolen liegen fast im Beet. Das ist optisch nicht so schön. Warum tun sie das? Neigen sie sich der Sonne zu? Oder sind es solche Schluffis?

Wofür sie sich übrigens gut eignen: als Geschenk. Im Beet schauen sie wegen ihrer Schräglage bemitleidenswert aus. In der Vase sind sie toll.

Garten im August: Gewächshaus und Äpfel

Im kommenden Jahr werde ich übrigens nur noch Pflanzen kaufen, die schneckenresistent sind: Mädchenauge und Sonnenblumen sind es offenbar nicht, Sonnenhut ist es hingegen schon. Husarenköpfchen und Männertreu ja, Lupinen nein.

Vielleicht sollte ich hier mal eine Liste machen, bevor ich die Erfahrungen dieses Sommers vergesse und mir im nächsten Jahr wieder alles weggefressen wird.

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Kompostzauber

In meinem Garten gibt es einen Kompost. Er schluckt den Rasen- und Grünschnitt, ein paar Gemüseabfälle und was an Unkraut so anfällt. Größere Grünabfälle, die ich ein- oder zweimal im Jahr habe – zum Beispiel zum Herbst -, bringen wir zum Bringhof.

Im vergangenen Jahr war der Kompost immer sehr gut gefüllt. Eigentlich zu gut. Wir haben deshalb über die Anschaffung eines zweiten Kompost diskutiert: Eigentlich wäre er nötig, andererseits nimmt er viel Platz weg und ist unschön anzusehen.

Kompost im Kompostgitter

Im Frühjahr unterhielt ich mich während einer Mittagspause mit einer Kollegin über das Kompostthema, und sie meinte: „Kennst Du nicht Humofix?“ Ich so: „Hä? Nee.“

Ihre Eltern, seit Jahrzehnten Gärtner und Kenner sämtlicher Tricks und Kniffe, verwendeten Humofix und kämen deshalb seit Ewigkeiten mit nur einem Kompost aus. Das Ganze sei ein pflanzlicher Schnellkompostierer und würde Wunder wirken.

Ich googelte. Auf der Website der Benediktinerinnen in Fulda, die das Pulver herstellen, heißt es:

„Das in Wasser angesetzte Pulver wirkt in erprobter homöopatischer Dosis als Aktivator:

  • Die zur gesunden Flotte notwendigen Mikroben werden gefördert, so dass sie sich fast explosionsartig vermehren
  • Dadurch wird die Umwandlung organischen Materials in Humus beschleunigt (4-6 Wochen im Frühjahr und Sommer)
  • Es wird eine hohe Anfangstemperatur von 60-65 °C erreicht, wodurch Unkraut-Samen, Schädlinge und Krankheitserreger zerstört werden
  • Das mühsame Umschaufeln ist nicht mehr nötig
  • Regenwürmer werden nach Abklingen der Heißphase angelockt und gefördert.“

Der Mitbewohner meinte: „Soso. Bestimmt aus geweihten Kräutern, die die Nonnen bei Vollmond pflücken.“

Ich bestellte mir das Zeug.

Flasche mit Humofix

Inzwischen habe ich es seit vier Monaten im Einsatz und kann sagen: Es funktioniert gut. Zwar sind die Grünabfälle nach sechs Wochen nicht duftender, zart krümeliger Humus, wie es auf der Website vollmundig steht. Aber der Kompost sackt sehr schnell zusammen. Irgendwas scheint darin also zu passieren. Jedenfalls benötige ich keine zwei Komposte mehr, um über das Jahr zu kommen.

Ein Päckchen kostet drei Euro. Ich habe einmalig in zehn Stück investiert und inzwischen fünf verbraucht: Zehn Stück reichen bei mir also dicke für ein Jahr.

Das angebotene Dosierset kann man sich übrigens sparen: Ich hatte es seinerzeit mitbestellt, aber die Flasche ist schon kurz darauf abhanden gekommen. Jetzt benutze ich Tetrapacks.

(Ich habe Humofix aus eigenem Interesse ausprobiert und bezahlt.)

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Apfelbaum-Krankheiten-Experten gesucht!

Im neuen Garten stehen neben viel Unkraut und undefinierbarem Gestrüpp auch ein Pflaumenbaum und ein Apfelbaum.

Während der Pflaumenbaum seine Krone fröhlich in Nachbars Garten gesteckt hat und diesen mit leckeren Früchten versorgt, sieht der Apfelbaum kümmerlich aus. Nicht nur, dass aus einem Spalier ein Irgendwas geworden ist, was im Laufe der Jahre in alle Richtungen gekrümmt gewachsen ist, auch die Früchte sehen sehr schlecht aus: Brauner Schorf bzw. Flecken wie verbrannt auf allen Äpfeln. Auch die Blätter haben teilweise rostfarbene Stellen.

Apfelbaum

Apfelbaum-Experten sind gefragt: Liege ich richtig mit meiner Vermutung, dass es sich um Apfelschorf handelt? Und noch viel wichtiger: Gibt es bei Apfelschorf überhaupt eine Chance, den Baum zu retten oder sollte ich ihn in die ewigen Obstbaum-Gründe schicken? Fungizide möchte ich ungern einsetzen, da ich dann auch die Gemüseplantage der Nachbarin mit einnebeln würde.

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Ein Blick in andere Gärten

Chinesische Forscher gärtnern in der Antarktis. Dabei nutzen sie ein Gewächshaus aus deutschem Plexiglas.

Den eigenen Gemüsegarten hat auch die deutsche Spitzengastronomie entdeckt. Tohru Nakamura aus München oder „De Kas“ in Amsterdam sind Vertreter von „Farm-to-table“.

Wer gerne Gemüse aus dem eigenen Garten haben möchte, sich aber nicht selber die Hände schmutzig machen will, der kann sich einen FarmBot anschaffen.

Die gewonnene Zeit lässt sich dazu nutzen, um aus Paletten Gartenmöbel oder Pflanzkästen zu bauen.

Wer doch lieber selber in der Erde buddelt, bekommt in der FAZ Anregungen für das perfekte Kräuterbeet.

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Zurück aus dem Urlaub: Honigmelone entdeckt!

Am Sonntag kam ich aus dem Urlaub zurück – und was sah ich? Eine Honigmelone!

Hallelujah! Ich bin über Nacht erfolgreiche Melonenzüchterin geworden!

Honigmelone_Gewaechshaus

So richtig habe ich ja selbst nicht dran geglaubt, als ich im Frühjahr die Melonensetzlinge gekauft habe. Ich habe lediglich gedacht: Jetzt haste schon ein Gewächshaus, dann willste auch Melonen!

Nachdem drei Monate lang nur Blätter wuchsen und zwar Blüten kamen, diese aber immer wieder verkümmerten – und das, obwohl mein Q-Tipp und ich sie so liebevoll bestäubten -, hatte ich die Melonen schon abgeschrieben und die Pflanze als rankendes Deko-Element abgehakt. Und nun: Babymelone!

Nachbar Thorsten ist vor Freude ganz rot geworden:

Thorsten

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Das Über-Baumwurzel-Baumhaus

Seit Beginn der Gartenplanung beschäftigten wir uns mit dem Problem, die große Baumwurzel der Fichte, die dort einmal stand, in das Gartengesamtkonzept miteinzubeziehen. Man hätte die Wurzel auch brachial herausreißen können, aber irgendwie fehlte uns zu dieser Tat der Mut. Ein bisschen Historie soll dem Ganzen ja auch noch anhaften, also ließen wir diese tolle Wurzel einfach stehen und verfolgten den Plan, dort ein Holzspielbaumhaus zu errichten.

Ringsherum war bereits alles fertig – weil der Spielbereich für die Kinder nämlich genau in diesem Gartenteil angelegt sein sollte, planten wir, alles mit Rindenmulch auszulegen. Super Unfallprävention. Solange man Schuhe anhat und die Anschaffung von Pinzetten zum schnellen Entfernen von kleinen Splittern aus der Fußsohle mal außenvor lässt.

Rindenmulchflaeche

Da hier aber alle Bewohner ab etwa Mai nur noch barfuß unterwegs sind, war der Rindenmulch aufgrund diverser Fußverletzungen irgendwann doch keine Option mehr und wir entschieden uns für eine Kleinanzeige in der Rubrik „zu verschenken“. Drei Kubikmeter Rindenmulch später, auf gefühlt 350 Schubkarren verteilt, waren wir dann auch froh, dass der zackig abgeholt wurde und wir uns drei Kubikmeter Mutterboden liefern lassen konnten, den wir dann allerdings auch wieder an Ort und Stelle karren mussten. Aber wer hat schon etwas gegen ein bisschen Feierabendworkout?

Parallel dazu näherten wir uns vorsichtig unserem monatelang und mit viel Bedacht ausgewählten Pfahlhaus, das inzwischen, natürlich in Einzelteilen, angeliefert wurde. Als die Trägerkonstruktion stand, fiel auf, dass das Ganze ja im Boden auch noch festbetoniert werden musste. Tja, und just an einer Stelle war dafür zuviel Wurzelwerk im Weg, so dass der Mann schließlich beherzt zu Nachbars Säge griff und ein Bein der Konstruktion ein klein wenig kürzte, so dass es direkt auf der Wurzel festgeschraubt werden konnte.

Holz_auf_Wurzel

Alles saß prima und wir verteilten in der Zwischenzeit fleißig Erde auf der freigeräumten Fläche. Natürlich barfuß (ich), was ich bis heute übrigens aus kosmetischer Sicht (Hornhauttattoo) bereue.

Erde_fertig

Am letzten Wochenende war dann wieder einmal Zeit zum Weiterbauen und man kann inzwischen erahnen, wie unser Über-Baumwurzel-Baumhaus einmal aussehen wird. Ganz schön hoch für meine Begriffe, wahrscheinlich muss ich mir auch noch Gedanken um ein Sicherheitskonzept machen. Eine Rettungsrutsche haben wir zumindest schon. Die steht hier an einem kleine Tisch und diente heute schonmal bis zum Regenschauer dazu, Spielzeugautos gezielt und mit viel Schwung direkt in der Bambushecke verschwinden zu lassen.

Rutsche

Angestrichen wird das Haus übrigens auch noch, momentan liegt die Schwedenhausfraktion knapp mit 4:0 vorne.

Das Dach, die Veranda und die Kletterleiter fehlen noch. Hier aber schonmal ein stimmungsvoller Eindruck mit halbfertigem Haus an Abendlicht:

Baumhaus

In Kürze säen wir dann noch Rasen aus, so dass in ein paar Wochen hoffentlich auch im Barfußbereich alles grün ist. In der Zwischenzeit mache ich mir schonmal Gedanken über ein schönes Düngemuster. Fußballrasen, Melone und „zufällig dahingestreut“ hatten wir schon. Habt Ihr noch weitere Ideen?

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Der Dortmunder Garten im Juli

Juli, einer der schönsten Monate des Jahres!

Im vergangenen Monat habe ich noch genölt, wie schlecht das Wetter im Juni war und wie viel es geregnet hat. Nun, allzu viel hat sich nicht geändert. Es regnet leider immer noch – so wie heute:

Garten im Juli: Terrassenblick

Aber ich bin guten Mutes: Eine richtige Sonnenperiode hatten wir hier in Dortmund zwar immer noch nicht, aber der Regen ist weniger geworden. Vielleicht wird es also bald etwas mit dem Supersommer. Noch bleiben ja zwei Monate übrig.

Der Regen tut immerhin den Pflanzen gut. Alles blüht und sprießt: die Blumen, das Gemüse und die Kräuter. In den Gemüsebeeten ist der Salat gar. Ich konnte die ersten Zucchini ernten, und der erste Kürbis reift heran. Gemüsebeet Eins mit Rotkohl, Salat, Möhren und Radieschen:

Garten im Juli: Gemüsebeet mit Rotkohl, Salat, Möhren und Radieschen

Gemüsebeet Zwei mit Salat, Zucchini und Kürbis – im Vordergrund das Saatband „Schneckenschreck“, das nur auf einem von fünf Metern was gebracht hat. Es sieht schon recht zerrupft aus:

Garten im Juli: Gemüsebeet mit Kopfsalat, Zucchini, Kürbis

Der Kopfsalat schießt schon. Ich habe deshalb am Wochenende noch einmal reichlich Salatcremesuppe gekocht und eingefroren. Im Gewächshaus habe ich eine zweite Rutsche Kopfsalat eingesät, die ich beizeiten aussetzen werde. So schnell, wie er wächst, kann ich dann im September eine zweite Ernte einfahren.

Im Gewächshaus wachsen die Thorstis und die Gurken jede Woche fünfzehn Zentimeter in die Länge. Blüten und Früchte gibt’s aber bislang nur ein ganz paar.

Garten im Juli: Im Gewächshaus

Mit den Gurken gibt’s auch ein Problem. Dazu schreibe ich mal einen extra Beitrag – da brauche ich Hilfe.

Für die Tomaten ist das Gewächshaus super: kein Regen von oben, kein Wind von der Seite, viel Licht und ein feuchtwarmes Klima. Jedesmal, wenn ich die Tür öffne, höre ich ein wohliges Brummen. Dadurch, dass wir noch keine wirklich heißen Tage hatten, habe ich auch kein Belüftungsproblem.

Neben Thorsten habe ich zwei Paprika gepflanzt. Sie bekommen jetzt die ersten Kinder:

Garten im Juli: Paprikakind

Vor der Tür wird mein „Rindenmulch-Valley“ jetzt immer bunter. Wenn’s nach mir geht, könnte es noch wilder sein. Aber so eine Neubepflanzung eines Gartens geht ganz schön ins Geld, muss ich feststellen. Es ist erstaunlich: Ich schleppe Pflanze um Pflanze in den Garten, aber er wird gefühlt nicht voller.

Garten im Juli: Gewächshaus

Deshalb ziehe ich einige Blumen nun selbst – zum Beispiel Lupinen. Die sind winterhart und schauen hübsch aus. Leider mögen die Schnecken sie auch gern. Die Lupinen, die ich gekauft und gepflanzt habe, sind fürchterlich abgefressen.

Meine Lupinenkinder:

Garten im Juli: Lupinenkind

Wahrscheinlich ist es auch klug, das erste Jahr abzuwarten und nicht jeden Quadratmeter vollzupflanzen. Im nächsten Sommer werden die meisten Pflanzen wahrscheinlich erst richtig angegangen sein. Wenn dann noch etwas fehlt, kann ich immer noch nachlegen.

Überhaupt braucht manche Pflanze offenbar zwei Jahre, um heimisch zu werden. Von den zwei Apfelbaumspalieren, die ich im vergangenen November gepflanzt habe, trägt nur der Topaz.

Garten im Juli: Topaz-Apfelkind mit Fliege drauf

Der Boskop hatte zwar Blüten, trägt aber keine Früchte.

Die Montbretien, die ich im vergangenen Frühjahr gesetzt habe und von denen 2015 nur die Blätter – ohne Blüten – aus der Erde kamen, blühen jetzt in voller Pracht:

Garten im Juli: Montbretien

Falls Sie übrigens auch eine Kräuterschnecke planen: Machen Sie! Es ist wirklich toll! Bei mir ist sie direkt neben der Terrasse und duftet wie verrückt!

Ich kann allerdings gar nicht so viel kochen und essen, wie ich Kräuter habe. Besonders den Salbei habe ich unterschätzt: Er ist ein Wald.

Garten im Juli: Kräuterschnecke

Bis auf Kerbel sind alle Kräuter angegangen. Von oben nach unten: Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran, Melisse, Salbei, Minze, Bohnenkraut, Schnittlauch, Basilikum, Waldmeister.

Das Oregano blüht momentan sehr hübsch:

Garten im Juli: Blühender Oregano

Demnächst mehr von meinen Gurken – und von meinem Kompost. Für den habe ich ein Geheimrezept aus Fulda entdeckt.

Habt einen schönen Juli!

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Lange Dingsies

Vor dem Winter habe ich jede Menge Blumenzwiebeln in der Erde versenkt.

Ich komme mir mit Blumenzwiebeln immer vor wie ein Eichhörnchen: Mit Freude vergrabe ich, vergesse aber, wo ich was gepflanzt habe. Meistens weiß ich noch, dass ich an einem Ort etwas gepflanzt habe. Nur halt nicht, was.

An der Terrasse wachsen jetzt diese langen Dingsies:

Lange Dingsies

Ich glaube, es ist Allium. Muss aber nicht. Kann auch etwas anderes sein. Ich kann mich nämlich nicht erinnern.

Die Stängel sind jetzt fast zwei Meter lang. Bald ragen sie wie die legendäre Bohnenranke bis hinauf in den Himmel, ich kann hinaufklettern und bin im Reich der Riesen, wo ich wilde Abenteuer erlebe.

Lange_Dingsies_02

Falls nicht: Meine Erwartungen wachsen auf jeden Fall mit jedem Zentimeter Ständel. Nach nunmehr viermonatigem, ausschließlichem Höhenwachstum erwarte ich eine gigantomanische, fantastische, zum Umfallen tolle Blüte, die bis in den Winter hinein wunderschön sein wird. Mit Zauberkräften.

Lange_Dingsies_01

Was man durch die Haut erahnen kann, sieht allerdings eher kleinteilig aus.

Ich werde Sie auf dem Laufenden halten.

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Ein Blick in andere Gärten

In Berlin-Neukölln ist der Comenius-Garten Anlaufpunkt für Jugendliche aus der Umgebung: Der Garten der Harten. 

Wie gärtnern mit Kindern? Auch hier hat die FAZ Ideen.

Der Psychotherapeut Konrad Neuberger betreut einen Therapiegarten und ist überzeugt, dass beim Gärtnern „viele Selbstheiler am Werk“ sind.

1987 wurde der Duisburger Bibelgarten angelegt – inklusive „brennendem“ Dornenbusch. In Deutschland gibt es übrigens rund 100 Bibelgärten.

Viele Kleingärtnervereine bieten Seminare rund um den Garten an – in Essen ist zum Beispiel der Winterschnitt von Obstgehölzen ein Thema.

Gabriella Pape leitet die Köngliche Gartenakademie in Berlin-Dahlem und hat mit der FAZ über die Garten-Vorlieben der Deutschen und den Unterschied zu den Engländern gesprochen.

Polar-Füchse sind eigentlich „Öko-Ingenieure“ und „bauen“ Gärten in Alaska.

Da die „Ober-Gärtnerin“ Vanessa jüngst Heidelbeeren pflanzte, noch zwei Heidelbeer-Tipps:

Anspruchsvolle Früchtlein, die dank Anthocyan eine blaue Zunge machen und eine einfache Methode, Blaubeeren zu pflanzen. Der Kirchhellener Hof Schmücker häckselt übrigens jedes Jahr die Bottroper Weihnachtsbäume, um den Heidelbeeren vorzugaukeln, sie stünden im Wald.

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