Die Ameisen sind auch schon da

Es ist Ruhe eingekehrt im Unterholz. Alles wächst und wir erfreuen uns an der Vielfalt der alten Pflanzen, die erhalten werden konnten und der neuen Gewächse, die mit ordentlich Wasser, Sonne und viel Liebe beim Wachsen begleitet werden.

Hier etwa einer der alten Rhododendronbüsche, der trotz mehrmaliger Umpflanzung brav seine Blüten präsentiert. Das Ganze gibt es auch noch in pink und weiß, es ist eine wahre Freude.

Rhodo_2016-05-25

Neben dem Genuß am alten Bestand tasten wir uns sehr, sehr langsam auch an eigene Projekte heran. Nicht an das ambitionierte Gemüse, das in anderen Gärten derzeit Saison hat. Nein, hier müssen kleine Erfolge mit an Robustheit nicht zu übertreffenden Pflanzen ran. Erst hatte ich an Brennesseln gedacht, da wurde ich allerdings vom Rest der Familie überstimmt.

Also dann: Kräuter. Rosmarin. Salbei, Minze, Zitronenmelisse, Thymian. So dankbar. Und praktisch.

Rosmarin_2016-05-25

Das Gras wächst übrigens auch. Mittlerweile liegen wir nur noch selten auf dem Bauch mit der Nase vor der Rasenkante und staunen. Man sieht das Grün schon von weitem leuchten, das macht auch ganz schön Spaß. Guckt mal:

Gras_2016-05-26

Allerdings hat sich auch ein sehr kreatives Ameisenvolk mit seiner Höhle direkt vor unsere Nase gesetzt und dabei keine architektonische Finesse ausgelassen. Während einer mehrtägigen Abwesenheit unsererseits haben sie es sogar bis ins Haus geschafft und eine lustige kleine Party gefeiert.

Übrigens ist es kein schönes Gefühl, wenn eine Ameise unbemerkt am Bein hochkrabbelt, sich dann auf Gesäßhöhe plötzlich nicht mehr wohl fühlt und auf ihre eigene Verteidigungsstrategie mit Säure oder Beißen oder beidem zurückgreift. Das hält lange vor und macht sehr wenig Freude.

Daher: Kennt Ihr Tipps, Ameisen dezent und ohne Chemiekeule wieder loszuwerden?

Ameisen_2016-05-26

 

trenner_bohne

Gandolf und der Skybalkon

Thema: Balkon.

Deutlich vernachlässigt hier im Gärtnerinnenblog. Das liegt daran, dass mein Balkon zwar superschön zum Sitzen ist: Ab 14.30 Uhr steht die Sonne drauf, und ich kann hinunter auf die Straße schauen und sehen, wer kommt und geht. Der optimale Sitzplatz für meine Ausbildung zum Fensterrentner.

Vom Stil her ist der Balkon aber eher, sagen wir, sachlich gehalten. Also: architektonisch. Der schlichte Stil der 60er.

Um das wett zu machen, bepflanzen ich ihn üppig. Die Herausforderung dabei: Die Blumen brauchen Unmengen an Wasser. An heißen Tagen muss ich morgens und abends gießen. Trotzdem werden sie manchmal zwischendurch welk.

Dafür gibt’s jetzt ein Lösung: den Skybalcon. So heißt ein Pflanzgefäß, dass man auf die Balkonbrüstung klemmen kann.

Scheurich Skybalkon im Einsatz

Authentisches Foto

Vorteile: Das Ding hat ein Ablaufsystem, das auch ein kleines Wasserreservoir bereithält. Das funktioniert tatsächlich, denn auch an heißen Tagen sind die Blumen gut drauf. Außerdem enthält der Topf ein ordentliches Volumen an Erde.

Der Skybalkon hat einen Abstandhalter fürs Geländer, so dass es auf alle gängigen, vier bis fünf Zentimeter breiten Balkongeländer passt. Mein 60er-Jahre-Retrobalkon ist in diesem System allerdings nicht berücksichtigt: Die Abstandhalter funktionieren dort nicht. Der Topf hält allerdings trotzdem.

Als Alternative zum Skybalkon gibt es auch Wasserspeicher. Das sind Dinger, die man mit Wasser auffüllen kann und in die Balkonkästen steckt. Die Blumen nehmen sich dann, was sie brauchen. Es gibt sie in drei Ausführungen: Bördy (auch mit Solar, leuchtet abends), Froggy und Gandolf. Gandolf ist offensichtlich grad nicht zu haben – auf meinem Balkon ist er aber im Einsatz:

Scheurich Gandolf

Gandolf bei der Arbeit

Schließlich habe ich bislang nirgendwo einen Gartenzwerg, und ein ordentlicher Ruhrgebietsbalkon braucht einen Gartenzwerg (ein BVB-Gandolf wäre noch besser).

Fazit nach zwei Wochen: Gandolf macht einen guten Job. Ich fülle ihn alle drei Tage nach, die Erde ist ordentlich durchfeuchtet. Die Pflanzen finden ihn super.

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der Firma Scheurich. Der Beitrag enthält Affiliate-Links.

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Garten befohlen!

Bei der Bundeswehr heisst es glaube ich Sommer befohlen. Bei mir heisst es Garten befohlen. Heute mit der Schwiegermutter Pflänzchen und Stauden geholt, natürlich alle Farben außer schönem Pink und Lila, so ein gelb-rot-weiss Mix. Brrrr. Und jetzt müssen sie rein in die Beete und Ampeln. Also am Samstag. Meine Idee war: Ich schlafe aus, frühstücke, lese Zeitung und dann gegen Mittag ab zum Arbeitseinsatz. Pustekuchen, 10 Uhr ist angesagt. Ausschlafen könnte ich irgendwann mal. Sagt die Schwiegermutter. Yes Mam!

Und mit meinen Kiwi und Feigen Versuchswünschen wurde ich heute auch abgeschmettert.

Schwiegermutter: Das wird nix, glaub mir!!
Ich: Versuch macht kluch
Schwiegermutter: Was ??
Ich: Ok, dann versuche ich es mit einem Honigmelonenpflänzchen. Bei mir im Gärtchen, nicht im Gadde, wenn es Dich beruhigt.
Schwiegermutter: Was?
Ende der Diskussion. Die Honigmelone geht ins Gärtchen, wird die schönste und süsseste Melone aller Zeiten und ich werde sie dann damit und ein wenig lecker Schinken überzeugen.

Für die Physalis hat sie mir schon den letzten Versuch für dieses Jahr angekündigt, „das wird wieder nix“. Mehr zum letztjährigen Physalis-Urwald im Gadde demnächst hier.

trenner_birne

Der Dortmunder Garten im Mai

Der Mai ist so super! Innerhalb von nur wenigen Wochen wechselt der Garten vom braunen Winter-Matsch-Modus ins Sommerprogramm. Ich kann mich grad gar nicht sattsehen.

Gartenpanorama Mai 2016

Der Garten im Mai

Anfang Mai habe ich viel gepflanzt, auch wenn man davon aktuell noch nicht so viel sieht. Die zarten Neulinge müssen halt erst wachsen. Auf und an den Mauern stehen auf jeden Fall jetzt Edelweiß, Grasnelken, Lavendel, Mauerpfeffer, Rosen, Pfingstrosen und Stockrosen, Lupinen, Canna und irgendwelche Stauden, deren Namen ich vergessen habe.

Die Nacktschnecken hatten schnell raus, welche Pflanzen sie mögen. Nämlich Lupinen und Edelweiß. Außerdem fressen sie im Kräuterbeet den Thymian und die Minze weg. Komisch, hätte ich nicht gedacht. Denn die beiden riechen ja sehr stark. Der Kampf Mensch gegen Schnecke hat jedenfalls begonnen.

Neulich fragte mich Livia, wie es in den Gemüsebeeten aussehe. Die Antwort: bescheiden.

Noch leeres Gemüsebeet

Im Hintergrund: Karotten, Radieschen und Salat. Bald.

Okay – bis vor drei Wochen war’s auch noch bitterkalt. Ich habe erst Ende April angefangen, einzusäen.

Salat, Möhren und Radieschen habe ich in diesem Jahr mithilfe eines Saatbandes gesät. In den vergangenen Jahren hatte ich per Hand gesät, das war suboptimal, weil zu eng. Ich konnte die feinen Samen nicht sehr gut portionieren und bin dann auch zu bequem, die Pflanzen auseinanderzufriemeln und zu vereinzeln. Allerdings ist die Saatband-Sache entweder ein Schuss in den Ofen oder das Gemüse lässt sich Zeit. Jedenfalls ist nur mit viel gutem Willen ein Hauch von Radieschen zu sehen.

Die Salatsetzlinge, die ich zusätzlich gepflanzt habe, sind auch alles andere als motiviert.

Salat - noch ziemlich winzig

Salat, noch unentschlossen

Um die Ecke, ein bisschen ums Haus rum, habe ich meinen Obstgarten. Bislang dümpelte dort ein roter Johannisbeerbusch. Ich habe ihm Gesellschaft verschafft: schwarze Johannisbeere, Heidelbeere, Gojibeere (Bocksdorn), einen Zwergpfirsichbaum und eine Kiwi.

Der Zwergpfirsich kümmert ein bisschen vor sich hin. Eine Seite sieht gut aus: grüne Blätter, erste Früchte. Die andere Seite welkt. Ich hatte ihn im Schlussverkauf erworben, er war preiswert, aber ein bisschen mitgenommen – ich hoffe, er kriegt die Kurve. Manchnmal brauchen Pflanzen ja auch ein bisschen, um sich einzuleben, und kommen dann im nächsten Jahr groß raus.

Zwergpfirsichkind

Zwergpfirsich

Ich liebe übrigens Heidelbeeren. Sie sind mein absolutes Lieblingsobst, besonders mit Joghurt oder auf meinen Overnight Oats. Was liegt also näher, als sie anzupflanzen.

Die Heidelbeerbüsche waren übrigens die teuersten unter den Obstbüschen. Das scheint eine Parallel zur Obsttheke im Supermarkt zu sein.

Heidelbeerfrüchte

Heidelbeere

Die Nachbarn meinten schon: „Das ist ja wie im Rewe! Demnächst kannste am Gartentörchen ’ne Kasse aufstellen und wir kommen mit’m Körbchen!“ Allerdings wunderten sie sich über die Kiwi. „Is’n dat Neuseeland hier?!“ Hallo?! Dortmund ist ja wohl fast wie Neuseeland.

Angeblich soll die Kiwi winterhart sein. Wohlfühlen tut sie sich jedenfalls: Sie geht ab wie Schmidts Katze und kringelt sich in Formel1-Geschwindigkeit die Rankhilfe hoch.

Kiwiranke

Kiwikringel

Kiwiknospe

Kiwiknospe

Allerdings sagten mir nun schon zwei Leute, dass es eine männliche und eine weibliche Pflanze braucht, damit es Früchte gibt. Naja, dann bewundere ich dieses Jahr halt nur die Blüten.

Ansonsten: Im Gewächshaus gibt’s bald Gurken. Die erste Frucht ist da. Die Thorstens wachsen und wachsen. Der Eigenbau tut, was er soll und macht ein tolles Klima (für die Pflanzen, für mich nicht so sehr). Bald ziehen noch Auberginen, Honig- und Wassermelone ein.

Überall blüht’s, und die Apfelbäume haben sich auch eingelebt.

Apfelblüte

Spalierapfel

Blühender Busch vor Gewächshaus

Busch vor Gewächshaus

Blume für Gewächshaus

Es blüht.

Es blüht.

Auch hier blüht’s.

Kräuterschnecke

Große Kräuterschneckenliebe

Schleifenblume

Schleifenblume

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Ein Blick in andere Gärten

Gärtnern ist „in“, vor allem Formen wie Guerilla oder Urban Gardening. Warum, erklärt der Publizist und Gartenhistoriker Hans von Trotha.

Was die Honigbiene drauf hat, sieht man nur in Superzeitlupe. Und wie entsteht eigentlich Sortenhonig?

Der BUND ruft dazu auf, torffreie Blumenerde zu kaufen, um Moore zu schützen. Wer torffreie und lokale Erde kaufen möchte, sollte sich darüber informieren, ob es in der Nähe eine Kompostierungsanlage gibt. Die verarbeiten die Biotonnen der jeweiligen Stadt und keinen Torf.

Die Blumenerde können Essener Gartenfreunde umweltfreundlich und kostenlos mit ELA transportieren, dem Essener Lastenrad.

Wer schon immer mal in einem Schrebergarten übernachten wollte, hat bis zum 5. Juni in einem Berliner Luxus Design Schrebergarten die Möglichkeit dazu.

Die Berliner Morgenpost informiert darüber, wie grün Deutschland eigentlich ist. Grünste Großstadt Deutschlands ist übrigens Hamburg.

Obwohl Berlin beim Ranking der grünsten Großstadt nur im Mittelfeld ist, werden dort Baumsalat-Radtouren angeboten. Verkostung eines Lindenblattes inklusive.

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Trick 17 – Lifehacks für Garten und Balkon

Für Tipps bin ich ja immer zu haben, besonders was den Garten angeht.

Zwar werde ich inzwischen viel um Rat gefragt – so ein Gärtnerinnenblog macht einen offenbar direkt zur Expertin (ich bekomme einen Eindruck, wie TV-Experten in Talkshows landen) -, allerdings habe ich erst im dritten Jahr einen eigenen Garten und weiß nur das, was ich selbst herausgefunden habe.  Und das ist gefühlt nicht viel.

Ein Buch, das 222 Tricks für Garten und Balkon verspricht, teste ich deshalb gern.

Buch: Trick 17 - Garten & Balkon

Die Autorin Anja Krause hat lauter kleine Ideen gesammelt. Insgesamt gibt es elf Kapitel, darunter „Ernten & Essen“, „Aufräumen & Verstauen“ und „Dekorieren & Schenken“.

Die meisten der Tricks sind simpel. Es sind Ideen, bei denen ich mir mit der flachen Hand vor die Stirn klatsche und murmle: „Hätt‘ ich auch selbst drauf kommen können!“ Bin ich aber nicht. Deshalb ist das Buch tatsächlich ziemlich super: Eierschalen sammeln fürs Aussäen, ein Mini-Treibhaus basteln, schwere Erdsäcke transportieren, Wurzelsperren bauen, Spargel frisch halten, Windrad basteln – in dem Buch sind eine Menge nützliche Ideen, die Spaß machen und einfach nachzumachen sind.

Fünf von fünf Sterne für dieses Werk.

Übrigens: Auch das Layout ist schön – einladend zum Blättern und Stöbern, charmant und sympathisch gemacht. Da hat sich mal jemand richtig Mühe gegeben. Mag ich.

Anja Krause
Trick 17 – Garten & Balkon: 222 geniale Lifehacks für Pflanzenfreunde

320 Seiten
17 Euro

Der Beitrag enthält Affiliate-Links. Das Buch wurde mir vom Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf den Inhalt dieser Rezension hat der Verlag keinen Einfluss.

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Wächst es schon?

Ihr ahnt es: Es passiert momentan nicht so viel im Garten.

Wobei das eigentlich direkt widerlegt werden kann, denn es passiert viel undercover, heimlich, im Stillen. Es wächst nämlich. Pflanzen, Stauden, Gras. Alles.

Horst und seine Kollegen haben inzwischen den Garten in Rekordzeit fertiggestellt. Beete sind angelegt, eine flotte Rotbuchenhecke umsäumt das Grundstück zur Straße hin und die Rasenkantensteine sind akkurat verlegt worden. Das Tollste momentan, das wir bei dem sommerlichen Wetter schon genießen können, ist die Holzterrasse:

Terrasse_Unterholz_2016-05-10

Für die übrige Fläche ist Rasen vorgesehen. Der wurde vor zehn Tagen gesät und ab da sah man einzelne Mitglieder der Familie bisweilen bäuchlings Auge in Auge mit dem Grassamen auf der Terrasse liegen. Weil „die haben gesagt, das geht jetzt schnell mit dem Wachsen“.

Tag eins: Es tut sich nichts.

Tag zwei: Es tut sich nichts, der Wind verteilt ein paar Samen gen Hecke.

Tag drei: Eine Amsel pickt lustlos auf der Rasenfläche herum. Wir googeln, ob Amseln Grassamen fressen.

Tag vier: Es regnet. Gut.

Tag fünf: Die Sonne scheint. Oben gezeigtes Bild entsteht. Ich überlege, ob ich noch ein Kamel ins Bild reinschmuggele.

Tag sechs: Wir werden ungeduldig und überlegen, ob Rollrasen die bessere Alternative gewesen wäre.

Tag sieben: Wir warten immer noch. Die Kinder helfen nach und düngen mit Steinen und Sand.

Tag acht: Unbemerkt von allen hat sich ein hellgrüner Schimmer über der Fläche gebildet, fast wie eine Fata Morgana. Da ist er, der Rasen. Zart und zögerlich zeigt er sich an der Oberfläche und freut sich über Sonne und Wasser.

Gras_unterholz_2016-05.10

Jetzt sind wir glücklich und tapern, wahrscheinlich sehr zur Belustigung der bereits erfahrenen Nachbarn, etwas ungelenk mit dem Schlauch durch die Botanik und versorgen den Rasen mit regelmäßigen Erfrischungen.

Und ab sofort sind wir auch Mitglied im Club „Super, es regnet, das ist gut für die Pflanzen“. Unsere Eltern lächeln wissend.

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Eisheiligenpanik

Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius, Kalte Sophie

Die Schwiegermutter fürchtet die Eisheiligen wie der Teufel das Weihwasser. Ich kann da nicht mithalten, mir fehlen noch die über 50 Jahre Gartenerfahrung dafür. Heute um 19:00 Uhr war es exakt 21,5 Grad warm im Gadde. ABER, es soll ja abkühlen auf ca. 12 Grad am Sonntag, und damit einhergehend ist dann laut Schwiegermutter akute Bodenfrostgefahr ;-)
Wenn der Wetterbericht das am Samstag bestätigt, überlegt Sie die mit Liebe gezüchteten und ins Gewächshaus überführten Tomädsche nochmals mit nach Hause zu nehmen. Ich mache gerne den Tomädsche-Fahrdienst, vor-zurück-vor-zurück-vor-zurück …..
Aber zum ausbuddeln und wieder-Eintopfen könnte sie dann mal den Ex fragen. Der ist ja ihr Sohn und macht das bestimmt sehr, sehr gerne.

trenner_tomate

Darwinismus bestätigt

Ich kann mich Vanessa nur anschließen. Vor dem Haus der Oma wachsen mehrere, riesige Hortensiensträucher, aka Wasserschlucker. Es gibt dort weder einen Wasseranschluss noch eine andere Möglichkeit zu gießen. Außer die einzige Mieterin, das wäre dann ich, schleppt Gießkanne über Gießkanne von der Waschküche über den Hof bis vors Haus. Was sie nicht tut !!
Das heisst, außer Regenwasser bekommen die armen, hübschen keine Extradosis Wasser. Und wir hatten eine richtige Dürreperiode letztes Jahr im Rhein-Main-Gebiet. Was soll ich sagen, so prächtig blühende Hortensien habe ich selten gesehen.

Un·glaub·lich

trenner_brocco

Der Darwinismus in meinem Garten

Vor zwei Jahren bekam ich eine Fuchsie geschenkt – und sie lebt immer noch.

Ich bin selbst überrascht, aber sie hat tatsächlich auch ihren zweiten Winter überlebt. Während des ersten Winters stand sie, mit Luftpolsterfolie und Rosenvlies umwickelt, auf der Terrasse. Während des vergangenen Winters wohnte sie im Gewächshaus – jeweils zurückgeschnitten bis auf die Blumenerde.

Fuchsie und Gazanie in Töpfen

Fuchsie (vorne) und Gazanie (hinten rechts)

Die Gazanien scheinen es auch geschafft zu haben. Im vergangenen Sommer wohnten sie auf dem Balkon, und eigentlich hatte ich nicht vor, sie zu überwintern. Ein-Jahres-Balkonblümchen halt. Sie gingen allerdings nicht richtig ein, ich wollte sie nicht auf dem Kompost beerdigen, also schmiss ich sie im November ins Gewächshaus und wartete, bis sie verendeten (ich weiß, ich bin mies). Sie verendeten aber nicht, trotz Nicht-Pflege und Nicht-Gießen.

Dieses Bemühen rührt mich. Nun habe ich alle trockenen Blätter abgezupft und sie neu eingepflanzt. Aktuell sieht es so aus, als wollten sie noch einen Sommer bei mir erleben.

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